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Morbus Cushing beim Hund: Ursachen, Symptome & richtige Ernährung

Das Cushing Syndrom beim Hund zieht Haarverlust, Schwäche und vermehrtes Trinken nach sich. Außerdem wird der Bauchumfang deines Vierbeiners größer. Erfahre mehr über diese Krankheit und wie du deinen betroffenen Hund ernähren solltest.

Was ist das Cushing Syndrom beim Hund?

Morbus Cushing beim Hund kommt relativ häufig vor. Der Name dieser Hormonerkrankung geht auf Harvey Cushing zurück. Der Neurochirurg entdeckte die Krankheit. Bei dieser Erkrankung bilden die Nebennieren oder die Hirnanhangdrüse zu viel Cortisol. Das Cushing Syndrom tritt bei manchen Hunderassen öfter auf. Dazu gehören Beagle, Pudel, Boxer, Terrier und Dackel. Hündinnen sind mehr von Morbus Cushing betroffen als Rüden. Oftmals leiden ältere Hunde an der Erkrankung. Des Weiteren neigen kleine Hunde eher zum Cushing Syndrom als große Rassen.

Morbus Cushing beim Hund – Symptome

Die Anzeichen beim Cushing Syndrom bei Hunden sind vielschichtig, weil sich Cortisol auf nahezu alle Organe auswirkt. Zudem spielt das Hormon in sämtlichen Körpergeweben eine bedeutende Rolle. Das Problem ist, dass die Anzeichen meistens auf den Alterungsprozess des Hundes geschoben werden. Somit ist eine Diagnose schwierig.

  • Der Vierbeiner trinkt viel
  • Der Hund setzt häufiger als sonst Urin ab und manchmal tritt Inkontinenz auf
  • Er hat ständig Hunger
  • Der Bauchumfang wird größer und es bildet sich ein Hängebauch
  • Es kommt zum Haarverlust, meistens am Bauch, an den Ohren und den Flanken
  • Das Fell wirkt stumpf und wird dünner
  • Die Haut des Tieres wird dünner, sodass die Gefäße durchscheinen
  • Manche Hautstellen nehmen eine dunklere Färbung an
  • Häufig entwickeln sich Hautkrankheiten
  • Es ist möglich, dass der Hund vermehrt zittert
  • Viele Hunde hecheln übermäßig viel
  • Bei Hündinnen setzt die Läufigkeit aus
  • Bei Rüden verkleinern sich die Hoden
  • Es kommt zur Rückbildung der Muskeln
  • Der Hund ist schwach und matt

Beim Cushing Syndrom beim Hund treten keine Schmerzen auf. Die Symptome können schwach oder sehr stark ausfallen. Zudem müssen nicht alle Anzeichen auftreten.

Was sind die Ursachen für das Cushing Syndrom beim Hund?

Morbus Cushing kann endogen oder exogen verursacht werden. Beim endogenen Cushing Syndrom produziert der Körper zu viel Cortisol. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das in den Nebennieren gebildet wird. Für die Bildung von Cortisol ist ACTH notwendig. Dieses Hormon wird von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet, wodurch die Nebennierenrinde zur Cortisol-Produktion angeregt wird.

Bei einem Tumor der Hirnanhangdrüse kann es zur vermehrten Ausschüttung von ACTH kommen. Die Folge ist eine Überproduktion von Cortisol. Bei rund 80 Prozent der betroffenen Tiere ist ein Tumor die Ursache vom Cushing Syndrom, wobei der Tumor in den meisten Fällen gutartig ist. In manchen Fällen ist ein Tumor an der Nebenniere der Auslöser. Dann stellt die Nebennierenrinde ebenfalls zu viel Cortisol her, jedoch ohne die Einwirkung des Hormons ACTH. Darüber hinaus produzieren die Tumorzellen viel ACTH, sodass es dadurch zu einem Zuviel an Cortisol kommt.

Beim exogenen Morbus Cushing liegt die Ursache in zu vielen Glukokortikoiden. Das ist beispielsweise bei einer Behandlung mit hoch dosiertem Kortison oder bei einer langen Kortison-Therapie möglich.

Morbus Cushing Hund Diagnose

Sollte bei deinem Hund der Verdacht auf das Cushing Syndrom bestehen, muss eine Diagnose vom Tierarzt erfolgen. Bei Morbus Cushing beim Hund sind die Blutwerte wichtig. Zudem wird bei Morbus Cushing beim Hund der Urin analysiert. Der Tierarzt wird somit das Blut und den Urin untersuchen und eventuell weitere Tests durchführen. Zu den weiteren Untersuchungen gehören der Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstest, der ACTH-Stimulationstest, MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie) oder Sonografie (Ultraschalluntersuchung).

2. Dezember 2022

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Wie sieht die Behandlung beim Cushing Syndrom beim Hund aus?

Die Therapie hängt von der Ursache ab. Es sind Medikamente notwendig, um die Cortisol-Ausschüttung zu reduzieren. Zwecks Anpassung der medikamentösen Behandlung sind regelmäßige Blutuntersuchungen nötig. Die Kontrolle der Blutwerte ist sehr wichtig. Ist die Ausschüttung von Cortisol zu niedrig, führt das zu schweren gesundheitlichen Problemen, deren Beschwerden denen der Addison-Krankheit ähneln.

Ist der Auslöser von Morbus Cushing ein Tumor, erfolgt entweder eine Bestrahlung oder eine operative Entfernung. Wurde das Cushing Syndrom durch Kortison verursacht, müssen die Medikamente ausgeschlichen oder reduziert werden. Dazu musst du mit einem Tierarzt Rücksprache halten! Setze Kortison nicht eigenständig ab! Bei einer abrupten Beendigung der Kortisongabe können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, die teils lebensbedrohlich sein können.

Cushing Syndrom beim Hund – welche Rolle spielt die Ernährung?

Das Hormon Cortisol ist für den Fett-, Kohlehydrat- und Eiweißstoffwechsel wichtig. Bei Morbus Cushing braucht dein Hund eine Ernährung, die den Abbau von Fett in der Leber beschleunigt. Die Hunde neigen aufgrund des zu hohen Cortisolspiegels zur Leberverfettung. Das Futter sollte reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren, Zink, Biotin und Vitamin E sein. Wichtig sind außerdem leicht verdauliche Proteine.

Das Futter beim Cushing Syndrom beim Hund sollte demnach einen geringen Fettanteil aufweisen. Der Proteingehalt darf hoch sein, wenn die Proteine leicht verdaulich sind. Das ist beispielsweise bei Fisch oder Geflügel der Fall. Auch die Kohlenhydrate müssen leicht verdaulich sein, damit nicht zu viel Insulin ausgeschüttet wird. Ein Futter mit Getreide ist somit nicht zu empfehlen.

Cushing Syndrom beim Hund und die Lebenserwartung

Wie ist bei Morbus Cushing beim Hund die Lebenserwartung? Diese Frage stellen sich alle Hundehalter, deren Vierbeiner betroffen sind. Wichtig ist, dass du deinen Hund tierärztlich behandeln lässt. Unbehandelt leidet die Lebensqualität deines treuen Freundes. Außerdem sieht es dann mit der Lebenserwartung nicht gut aus. Ohne Behandlung steigt das Risiko für weitere schwere Krankheiten wie Diabetes mellitus, Nierenentzündungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung und andere.

Das Cushing Syndrom beim Hund lässt sich in den meisten Fällen gut behandeln, sodass die Vierbeiner in der Regel viele Jahre ohne Beschwerden leben können. Häufig ist ein Tumor die Ursache. Die Prognose hängt davon ab, ob der Tumor gut- oder bösartig ist.

Du solltest auf jeden Fall deinen Hund beim Tierarzt untersuchen lassen, falls du den Verdacht hast, er könnte an Morbus Cushing leiden. Beobachte deinen Hund. Treten einige der oben genannten Symptome auf, ist zu einem Check-up zu raten. Auch routinemäßige Blutuntersuchungen liefern manchmal Hinweise auf diese Erkrankung.

Ist Morbus Cushing beim Hund heilbar?

Die Erkrankung ist nicht heilbar. Deinem Hund wird es jedoch besser gehen, wenn er täglich Medikamente zur Verringerung der Cortisol-Ausschüttung bekommt. Wichtig ist zudem, das Blut regelmäßig kontrollieren zu lassen, damit der Cortisol-Spiegel nicht zu tief sinkt. Außerdem ist eine Futterumstellung zu empfehlen. 

FAQ zum Cushing Syndrom beim Hund

Bei Morbus Cushing leidet der Hund nicht an Schmerzen. Es kann jedoch im Endstadium zu Komplikationen kommen. Dazu gehören Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Hautentzündungen oder Harnwegsinfektionen. Bei diesen Krankheiten treten Schmerzen auf.

Mit einer medikamentösen Behandlung und einer regelmäßigen Überwachung, können die betroffenen Hunde noch einige Jahre leben. In der Regel gehen die Symptome aufgrund der Medikamente zurück. Im Endstadium können Komplikationen auftreten. Die häufigste Todesursache bei Hunden mit Morbus Cushing sind Thrombosen.

Biete deinem Hund ein Futter mit leicht verdaulichen Proteinen und Kohlehydraten an. Der Fettgehalt des Futters sollte gering sein. Die Ernährung muss Leber schonend sein.

Zu den möglichen, eher unspezifischen Symptomen gehören folgende:

  • Erhöhter Durst und Hunger
  • Gehäuftes Absetzen von Urin
  • Inkontinenz
  • Vermehrter Bauchumfang (Hängebauch)
  • Stumpfes, dünnes Fell
  • Haarverlust – in der Regel an den Flanken, an den Ohren und am Bauch
  • Dünner werdende Haut
  • Dunkle Färbung mancher Hautpartien
  • Der Hund zittert und hechelt viel
  • Hauterkrankungen
  • Muskelrückbildung
  • Allgemeine Schwäche

Bei der endogenen Form ist der Auslöser eine Überproduktion von Cortisol. Auch ein Nebennierentumor kann der Verursacher sein. Die exogene Variante wird häufig durch eine zu hohe Dosierung von Kortison oder durch eine lange Behandlung mit Kortison verursacht.

Die Behandlungsmethode richtet sich nach der Ursache. In der Regel werden Medikamente zwecks Reduzierung der Cortisol-Ausschüttung verabreicht. Wurde die Krankheit durch einen Tumor verursacht, erfolgt eine chirurgische Entfernung oder eine Bestrahlung des Geschwüres. War der Auslöser Kortison, wird das Medikament ausgeschlichen oder reduziert.

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