Dem Hund Knochen füttern – was muss man dabei beachten?

Dem Hund Knochen füttern – was muss man dabei beachten?

Was ist zu beachten bei der Gabe von Knochen für Hunde?

Kein Thema ist wohl so umstritten wie die Fütterung des Vierbeiners. Teilweise kursieren die gefährlichsten Märchen über die richtige Hundeernährung.

Die verschiedenen Meinungen zur richtigen Ernährung sind sehr oft überholt. Während es tatsächlich noch Hundehalter gibt, die dem Tier die Reste vom Tisch geben, sind andere auf dem neusten Stand und füttern ihr Tier artgerecht.

Da viele Fertigprodukte auch nicht den Ansprüchen gerecht werden, weichen viele Hundebesitzer auf das Barfen aus. Bei dieser Fütterungsart werden nur rohes Fleisch, Innereien oder Knochen verfüttert.

Für die genaue Zusammensetzung einer Mahlzeit gibt sehr viel Literatur im Internet. Auch bei uns findest du ein leckeres Grundrezept mitsamt weiteren Ideen.

Dies gilt auch für die benötigten Zusätze, um zu verhindern, dass der Hund Mangelerscheinungen bekommt. Die Gabe von Knochen ist wichtig, denn sie sind nicht nur für die Zähne gut, sondern enthalten eine Reihe von Mineralstoffen.

Knochen müssen immer roh verfüttert werden. Wenn sie gekocht sind, verändern sie ihre Konsistenz und können splittern.

Welche Knochen sind am besten geeignet?

Sehr beliebt sind:

  • Knochen vom Rind
  • Pute oder Huhn
  • Wild
  • Lamm

Knochen vom Brustbein des Rinds sind perfekte Anfängerknochen, da sie weich sind. Sie haben weiterhin einen großen Fleischanteil.

Sandknochen sind ebenfalls sehr weich und für den Einstieg zu empfehlen. Sie besitzen allerdings wenig Fleisch, da sie aus den Gelenken gehackt werden.

Markknochen sollten nur Hunde gegeben werden, die erfahren sind bei dieser Art von Fütterung und schon auf Barf eingestellt sind. Unter Umständen können die Tiere sich daran verletzen.

Der Knochen könnte im Gebiss steckenbleiben oder sogar die Luftröhre verletzen. Es wäre sinnvoll, diese Art von Knochen weniger zu geben oder nur unter Aufsicht.

Der Ochsenschwanz besitzt sehr viel Fleisch. Er ist sehr hart und für viele Hunde schwer zu verdauen.

Knochen sind für alle Hunde gut geeignet. Es gibt Hundehalter, die ihren Hunden auch einen ganzen Kopf geben.

Die Knochen von Geflügel sind für alle Hunde gut geeignet. Welpen sollten vorzugsweise Hühner- oder Putenhälse bekommen. Viel Fleisch und sehr weich sind die Attribute.

Viel Fleisch haben auch die Hühnerschenkel. Sie werden sehr gerne gekaut.

Bei den Schenkeln von Puten kann es sein, dass sie etwas härter sind. Das liegt daran, dass sie schon älter sind, wenn sie geschlachtet werden.

Die Flügel können bedenkenlos angeboten werden. Hier wäre noch zu erwähnen, dass die Spitzen unter Umständen entfernt werden sollten. Verletzungen wie das Steckenbleiben im Hals können so vermieden werden.

Reh- oder Hirschknochen sind eine Leckerei und dürfen beim Barfen auch nicht fehlen. Da sie reich an Kalzium sind, haben sie außer dem Kauspaß noch eine gesunde Wirkung.

Die Gefahr, dass einzelne Knochen splittern, ist zwar gering, aber nicht ganz auszuschließen. Daher sollten Knochen vom Wild nicht an Welpen verfüttert werden. Hier wäre es ebenfalls sinnvoll, diese dem Hund nur unter Aufsicht anzubieten.

Eine weitere beliebte Spezialität sind die Knochen des Lamms. Verzehrt werden können die Rippen, der Hals, das Brustbein oder das Schultergelenk. Fast überall ist einiges an Fleisch vorhanden, welches gut abgenagt werden kann.

23. Juli 2021

Jetzt vergleichen!

Hundefutter Vergleich

Unser Hundefutter-Vergleich

Die Vor- und Nachteile der Fütterung von Knochen

Zu den Vorteilen gehört die Beschäftigung. Ein Hund kann sich sehr lange damit beschäftigen, das Fleisch vom Knochen zu nagen. Das Mark wird weiterhin sehr säuberlich ausgeschleckt.

Das Zerbeißen der Knochen ist gut für die Kaumuskulatur und reinigt die Zähne.

Ein weiteres Plus sind die Mineralstoffe, die in den Knochen enthalten sind. Dazu gehören Kalium, Phosphor, Natrium, Magnesium oder Kalzium.

Weiterhin enthalten sie Enzyme oder Fette, die ebenfalls für die Gesundheit wichtig sind.

Zu den Nachteilen gehört die Verletzungsgefahr. Sehr selten splittert ein Knochen einmal und da sollte schnell reagiert werden, um größeren Schaden zu verhindern.

Weiterhin muss der Stuhl beobachtet werden. Falls zu viele Knochen verzehrt wurden, kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Diese äußern sich mit erschwertem Absetzen des Kots. Teilweise wird der Kot sehr hart und verursacht dem Hund Schmerzen. Daher immer nur in Maßen füttern.

Alternativ kann auch Knochenmehl auf die Mahlzeit (das Nassfutter) draufgegeben werden!

Weitere wichtige Infos zur direkten Knochenfütterung

Die Rohfütterung hat sich mittlerweile eingebürgert und es gibt sehr viel Literatur zu diesem Thema. Wenn du zu den Neulingen gehörst, solltest du Folgendes beachten:

  • Fang klein an mit Knochen
  • Schau, wie der Hund sie annimmt
  • Beachte den Kotabsatz
  • Sorge für viel frisches Wasser

Falls dein Hund zu den Schlingern gehört, die sofort alles schlucken, solltest du klein anfangen. Lammhälse sind sehr gut geeignet. Hunde lieben Knochen und beschäftigen sich gerne damit. Sie freuen sich auf ein Leckerli.

Bitte nicht zu viel auf einmal füttern, da sonst Probleme entstehen können. Daher schaue immer auf den Kotabsatz. Viel trinken sollte der Hund auch, daher sorge immer für volle Wassernäpfe.

Die besten Knochen gibt es frisch vom Schlachter. Fertigprodukte sind oft behandelt und das ist nicht sehr sinnvoll.