BARF Rezepte: Fleisch, Fisch und Gemüse – die wichtigsten Grundlagen & 3 Rezeptideen

Für gelungenes BARFen ist allem voran eine gute Planung nötig. Immerhin lauern beim Verfüttern von rohen Lebensmitteln einige Gefahren, die du kennen solltest. In diesem Artikel halten wir neben ein paar wichtigen Grundlagen ein praktisches Grundrezept und drei Vorschläge für eine vollwertige Mahlzeit für dich und deinen geliebten Vierbeiner bereit.

Die 6 Bestandteile für deine BARF Rezepte

Bevor wir zum Grundrezept kommen, sehen wir uns die sechs Bestandteile einmal näher an, aus denen sich eine BARF Mahlzeit zusammensetzt.

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1. Fleisch (oder Fisch)

Es ist der wichtigste Bestandteil der artgerechten Hundemahlzeit. Grundsätzlich kannst du täglich zwischen verschiedenen Sorten abwechseln. Dabei musst du aber immer genau auf den Protein- und Fettgehalt achten, denn der bestimmt, wie viel Energie dem Hund dadurch gegeben wird. Beide Nährwerte variieren je nach Fleisch. Das gilt nicht nur für die einzelnen Körperzonen (Muskelfleisch, Muskelfleisch von Organen, anderes Fleisch), sondern auch für die Tiere. So ist zum Beispiel die Pute wesentlich magerer als die Ente.

Achte darauf, dass du zwei Fleischsorten dem Tier niemals verfütterst! Denn sollte sich einmal eine Eiweißallergie manifestieren, brauchst du alternative Proteinquellen, die der Kaltschnauzer dann noch verträgt.

Hier kannst du mehr über 4 Allergien lesen, an denen dein Hund leiden könnte.

2. Innereien

Unter Innereien versteht man Pansen, Blättermagen, Milz, Herz, Lungen, Nieren und auch Euter. Sie müssen nicht zwingend in der Ration enthalten sein, können aber auch wertvolles Muskelfleisch liefern. Außerdem weisen sie einen höheren Anteil an Bindegewebe auf, daher kann eine größere Menge davon in der Mahlzeit zu einer anderen Konsistenz beim Kot führen. Da ist noch kein Grund zur Sorge gegeben.

Bei den Innereien legst du das größte Gewicht auf den Vitamingehalt. Alles, was Hormone weitergeben kann, ist mit Vorsicht zu genießen, da das auch einen Einfluss auf den Hormonhaushalt des Hundes nimmt; geschlechtsunabhängig! Daher also aufpassen bei Schlundfleisch, da hier noch Schilddrüsenanteile enthalten sein können.

Lies zu dem Thema auch folgenden Artikel: Warum Innereien in der Hundeernährung so wichtig sind.

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3. Knochen

Der Hund brauch Kalzium und Phosphor, das erhält er beim BARFen entweder durch ein spezielles Mineralpulver oder durch die direkte Fütterung von Knochen. Hier musst du auf fleischige Knochen setzen. Außerdem darfst du abgesehen von Halsknochen von Geflügel keine dieser Tiere verwenden, da sie brüchig sind und den Hund verletzen können.

Alternativ kannst du dem Hund Knochenknorpel geben.

4. Milchprodukte

Hierin sind Eiweiße enthalten, die als hochverdaulich bezeichnet werden. Mit anderen Worten sind sie für deinen Hund besonders gut verträglich. Milchprodukte benötigt er dazu, um seine Darmfunktion intakt zu halten. Das geschieht durch die in der Milchsäure enthaltenen Bakterien.

Hunde sind nicht direkt laktoseintolerant, der in den Produkten enthaltene Milchzucker kann jedoch zu einer Veränderung der Kotkonsistenz führen. Teste einfach stufenweise die Verträglichkeit aus.

Am besten eignen sich Frischkäse, Speisequark, Joghurt, Buttermilch oder auch Hüttenkäse zur Fütterung.

5. Gemüse und Obst

Es gibt jede Menge Obst und Gemüse, die du deinem Hund füttern kannst und die als hochwertige Quelle von Folsäure, Ballaststoffen und verschiedenen Mineralien dienen. Wirf dazu einen Blick auf unsere Obst- und Gemüseliste für Hunde!

6. Ergänzungen

Zu guter Letzt kommen natürlich noch Ergänzungen hinzu. Öle etwa oder verschiedene Flocken, die der Mahlzeit einen letzten Schuss an Spurenelementen verleihen.

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Damit dein Hund alle essenziellen Fettsäuren erhält.

Grundrezept für eine BARF Mahlzeit

Bei jeder Mahlzeit musst du auf das Gewicht deines Hundes achten. Für deine eigenen BARF Rezepte kannst du dich an der nachfolgenden Tabelle orientieren.

Gewicht Fleisch/Fisch Milchprodukte Obst & Gemüse Öle
2,5 kg 50 – 60 g 15 – 25 g 25 – 45 g 1 – 1,5 g
5 kg 85 – 100 g 30 – 50 g 50 – 75 g 2 – 3 g
10 kg 140 – 170 g 60 – 80 g 95 – 120 g 4,5 – 5,5 g
20 kg 240 – 285 g 110 – 130 g 170 – 210 g 9 – 11 g
30 kg 325 – 375 g 150 – 175 g 235 – 280 g 13 – 17 g
40 kg 410 – 465 g 185 – 225 g 300 – 340 g 18 – 21 g
50 kg 490 – 550 g 220 – 280 g 350 – 400 g 22 – 27 g
60 kg 560 – 625 g 260 – 310 g 400 – 450 g 27 – 32 g
70 kg 630 – 700 g 300 – 340 g 450 – 500 g 32 – 37 g

3 leckere BARF Rezepte, die dein Hund lieben wird

Hier kommen nun die versprochenen BARF Rezepte. Bei der Menge der Zutaten richtest du dich nach der vorergehenden Tabelle. Zu allen Rezepten kommen außerdem noch wahlweise Ergänzungen und Knochen hinzu.

Fleisch
Grundkomponente beim BARF ist immer Fleisch.

Rezept 1: Rind mit Birne-Spinat-Kombi

  • Muskelfleisch vom Rind
  • Pansen, Herz und Leber vom Rind
  • Spinat und Birne

Das Fleisch wird in bissgerechte Stücke zerschnitten, Spinat und Birne werden mit dem Pürierstab zu Brei verarbeitet und dann darübergestrichen.

Rezept 2: Fisch trifft Fleisch

  • Wildlachs
  • Muskelfleisch vom Rind
  • Leber und Lunge vom Rind
  • Pastinake, Blattsalat und Apfel

Auch hier wird das Gemüse mitsamt dem Apfel durch einen Pürierstab verfeinert. Den Fisch kaufst du am besten tiefgefroren und lässt ihn zuerst natürlich auftauen, bevor er verarbeitet wird.

Rezept 3: Rind mit Süßkartoffeln

  • Muskelfleisch vom Rind
  • Hühnerhälse
  • Süßkartoffeln

Die Süßkartoffeln musst du in diesem Fall nicht pürieren, stattdessen schneidest du sie in ganz kleine Würfel und drapierst das Fleisch darüber.