Mein Hund hat Blasensteine, was kann ich dagegen tun? ❗ Symptome, Behandlung und wichtige Tipps

Dass Blasensteine auch für den Hund wirklich schmerzhaft sein können, dürfte auf der Hand liegen. Schließlich handelt es sich hierbei nicht um eine Erkrankung, die Hunde immer wieder trifft. Auch wir Menschen haben leider immer wieder das Vergnügen, das durchstehen zu müssen. Während der Mensch sie aber in der Regel selbst aus seiner Blase ausschwämmen kann und er sich hierbei voll und ganz auf den eigenen Körper verlassen kann, ist das bei Hunden nicht der Fall.

Hat mein Hund Blasensteine
⚠️ Zu den Rassen mit der größten Anfälligkeit für Blasensteine zählen Bulldoggen, Mopse, Dalmatiner, Boston Terrier, Zwergschnauzer, Yorkshire Terrier und Huskies. ⚠️

Bei Blasensteinen entsteht meist eine sogenannte Harnwegsobstruktion. Mit anderen Worten verstopft der Harnweg, der Hund kann keinen Urin mehr absetzen. Ein Katheter muss unter kurz anhaltender Narkose gelegt werden, was zwar stressig, aber tolerierbar für den Vierbeiner ist. Problematisch ist dabei eher, dass eine solche Verstopfung zu langanhaltenden Nierenschäden führen kann, wenn sie nicht früh genug erkannt wird. Du solltest daher aufmerksam beobachten, welche Symptome dein Hund sonst noch zeigt, wenn er einen Tag lang nicht uriniert!

Typische Symptome für Blasensteine beim Hund

  • Das Urinieren bereitet dem Hund Schmerzen. Empfindliche und sensible Tiere beginnen womöglich dabei zu jammern.
  • Durch die Anstauung von Flüssigkeit kann es zu einer Blasenvergrößerung kommen. Der untere Bauch wird hart und das Tier hält sich hauptsächlich gekrümmt, da es Bauchschmerzen hat.
  • Der Harnabfluss ist verstopft; der Hund hat zwar immerzu das Bedürfnis, zu urinieren, wird aber nicht können. Meldet er oft und passiert dann anschließend nichts, ist daher Vorsicht geboten!
  • Im Gegenteil kann aber auch eine direkte Inkontinenz entstehen. Das kommt immer dann vor, wenn die Harnwege nicht verstopft sind, da auch hier der Harndrang ständig vorhanden ist. Womöglich meldet dein Hund gar nicht weiter, sondern wirkt stattdessen plötzlich, als ob er nicht länger stubenrein wäre.
  • Die Harnwege können sich entzünden, da Bakterien nicht aus dem Körper geschwemmt werden. Auch das führt zu Schmerzen, die unabhängig von einem harten Bauch und einer vollen Blase bestehen können.
  • Auch Blut im Urin ist ein häufiges Symptom bei Harnsteinen.

Die Behandlung muss so früh wie möglich erfolgen!

Besteht der Verdacht auf Nierensteine, muss umgehend ein Termin beim Tierarzt vereinbart werden. Das gilt im Übrigen als Notfall, denn abhängig vom Zustand der Nieren kommt es zum Nierenversagen! Laut diverser in Deutschland geführten Statistiken werden rund 15 % der von Blasensteinen betroffenen Hunde nicht früh genug behandelt, sodass sie noch innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Notoperation durch Nierenversagen sterben.

Dabei kommt es aber auch darauf an, welche Steine sich nun in der Blase des Hundes gebildet haben. Je nach ihrer mineralischen Zusammensetzung unterscheidet man zwischen:

  • Calziumoxalatsteine (zweithäufigste Variante)
  • Cystinsteine
  • Uratsteine
  • Kalziumcarbonatsteine
  • Magnesiumammoniumphosphatsteine (häufigste Variante)
  • Ammoniumuratsteine

Wodurch Blasensteine entstehen

Im Grunde entstehen Blasensteine immer dann, wenn die Chemie im Urin nicht mehr stimmt. Ist dieser durch verschiedene Mineralsalze einfach übersättigt, beginnen sie sich zu festen Kristallen zu bilden. Das ist es dann, was man im medizinischen Aspekt als Steine bezeichnet, da sie nicht durchsichtig sind.

In der Regel sind es die Stoffe Oxalat, Phosphat und Struvit, die sich zu Klumpen zusammenballen.

Eine solche Veränderung der im Urin enthaltenen Salze kann durch verschiedene Gründe entstehen.

  • Der pH-Wert im Urin hat einen zu hohen Säurewert. Was beim Menschen als Blasenentzündung bezeichnet würde, kann beim Hund schon zu Blasensteinen führen.
  • Fütterungsfehler sind der häufigste Grund für Steine in der Hundeblase. Du solltest daher zusehen, dass du deinem Vierbeiner nicht einen regelmäßigen Mineralüberschuss bescherst. Kalzium, Phosphor, Natrium und Magnesium sind hier die wichtigsten Mineralien, die er nicht in zu hohen Mengen erhalten sollte.
  • Trinkt dein Hund zu wenig, kann das Blasensteine und kleinere Bildungen (die man dann als Blasengrieß bezeichnen würde) verursachen.

Leider sind auch bestimmte Rassen genetisch bedingt dazu verdammt, stärker zur Kristallbildung in der Harnblase zu neigen. Dazu zählen die Bulldogge, Mops, Dalmatiner, Boston Terrier, Zwergschnauzer, Yorkshire Terrier und der Husky.

Achtung bei Rüden! Anders, als Hündinnen verfügen die Rüden über eine weniger elastische Harnröhre, da diese an ihrem Ende fast direkt in den Penisknochen mündet. Daher sind männliche Tiere stärker davon betroffen, direkt an einer Harnwegsverstopfung zu erkranken. Der Urin kann sich in so einem Fall bis zu den Nieren stauen, was zu einem generellen Versagen dieser Organe führen kann.

Wie werden Blasensteine beim Hund behandelt?

Indem das Tier geröntgt oder via Ultraschall untersucht wird, stellt der Tierarzt fest, ob und welche Steine sich in der Blase gebildet haben. Dann kommt es darauf an, wie es um die Beschaffenheit der Blase steht. Ist sie dicht, neigt sie wohl eher zu Rissen und wie steht es um den allgemeinen Gesundheitszustand des Kaltschnauzers?

In jedem Fall müssen Blasensteine chirurgisch entfernt werden. Ein letztmaliges Röntgen zeigt am Ende, ob alle Steine erfolgreich entfernt werden konnten.

Anschließend erhält der Hund Antibiotika und Schmerzmittel, um die Nachwehen der Operation gut zu überstehen. Fortan muss er außerdem einer speziellen Futterdiät unterzogen werden. Denn Hunde, die einmal von Blasensteinen betroffen waren, neigen schneller zur Neubildung davon. Wie genau sich die Ernährung künftig zusammensetzen muss, hängt von der Art der Steine ab, die sich gebildet haben. Das untersucht der Tierarzt dann im Labor.

Alles also ein sehr schmerzhafter und stressiger Eingriff für dein geliebtes Haustier. Von den späteren Folgen für seinen Lebensalltag einmal ganz abgesehen. Dein Fokus sollte daher bestmöglich auf der Vorbeugung solcher Steine liegen.

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So kannst du Harnsteinen beim Hund effektiv vorbeugen

Neben dem richtigen Futter, das sämtliche Nährstoffe und Mineralien in der optimalen Menge für deinen Hund beinhält, solltest du ganz besonders auf zwei Dinge achten:

  • Sorge dafür, dass er ausreichend trinkt.
  • Sorge dafür, dass er regelmäßig und damit eben auch mehrmals täglich seine Blase entleert.

Vor dem Schlafengehen sollte noch eine letzte Gassirunde erfolgen, sodass dein Hund nicht die ganze Nacht über an einer vollen Blase zu leiden hat. Gleich morgens, nachdem du dich gewaschen hast, erfolgt auch gleich wieder der erste Gang. Wie auch bei dir arbeiten beim Hund nachts während dem Schlaf die Nieren sehr effektiv, wodurch sich in diesen paar Stunden so einige Schadstoffe in der Blase sammeln, die schnellstmöglich raus sollten.

Natürlich kannst du auch durch verschiedene Ergänzungsmittel dafür sorgen, dass der Organismus deines Hundes zusätzliche Unterstützung bei der Eigenregulierung bekommt. Dadurch sorgst du nämlich dafür, dass jedwedes Ungleichgewicht eben ausgeglichen wird. Ein Überschuss an bestimmten Mineralien kann dadurch aktiv bekämpft werden, wenngleich du einen solchen aber natürlich trotzdem unterbinden solltest.