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Hat mein Hund wirklich schon wieder Hunger oder ist er einfach nur gelangweilt? Die wichtigsten Anzeichen für Langeweile beim Hund

Dein Hund bettelt, bellt dich an oder sucht nach Futter. Hat dein Hund Langeweile oder tatsächlich Hunger? Woran kannst du erkennen, ob du deinen Hund zu wenig fütterst oder ob er sich langweilt? Antworten auf diese Fragen bekommst du im folgenden Beitrag.

Daran erkennst du, dass dein Hund Langeweile hat

Falls dein Hund unterfordert ist, merkst du das an folgenden Anzeichen:

  • Pfoten wund lecken oder beknabbern
  • Gegenstände zerstören
  • Übermäßiges Bellen
  • Aufmerksamkeit durch Anstupsen, Jammern oder Spielzeug bringen einfordern
  • Nach Futter oder Leckerli suchen

Ist dein Hund gelangweilt, reagiert er bei den Spaziergängen wenig oder gar nicht auf deine Ansprache. Er beschäftigt sich eher selbst. Unterforderte Hunde gewöhnen sich ebenfalls häufig Beschäftigungen an, mit denen sie ihre Energie loswerden können. Es ist somit möglich, dass dein Hund anfängt Jogger oder Fahrzeuge zu jagen oder seiner Jagdleidenschaft nachgeht und Wild jagt. Andererseits kann sich bei deinem Hund die Langeweile durch Aggressivität, Lustlosigkeit und Lethargie bemerkbar machen.

Die oben genannten Anzeichen können auf Langeweile und Unterforderung hindeuten. Es kann auch sein, dass dein Hund seine Pfoten wund leckt, weil er gestresst und überfordert ist. Beobachte, wann und nach welchen Situationen dein Vierbeiner ein unnatürliches, extremes Verhalten zeigt. Außerdem gibt es Hunde, die Ruhe lernen müssen. Das ist meistens der Fall, wenn die Besitzer zu viel vom Tier verlangen und ihn überfordern oder ihm zu viel Aufmerksamkeit schenken.

Unterforderte Hunde leiden

Grundsätzlich ist das richtige Maß von Beschäftigung und Auslastung sowie von Ruhe zu finden. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Der eine Hund benötigt mehr Beschäftigung und Bewegung und der andere ist mit zwei kürzeren Spaziergängen am Tag zufrieden. Du musst somit deinen Hund gut kennenlernen und beobachten. Dann wirst du feststellen, ob du ihn zu wenig oder zu viel beschäftigst.

Ein unterforderter Hund wird sich früher oder später Beschäftigungen suchen. Mit den neuen Hobbys des Vierbeiners sind die Halter meistens nicht einverstanden. Ein Hund mit Langeweile wird eventuell seinen Frust durch Bellen äußern. Andere Vierbeiner zeigen eine regelrechte Zerstörungswut oder ein aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen. Manche unterforderten Hunde entwickeln neurotische Verhaltensweisen und Ängste. Unterforderung zieht körperliche und seelische Probleme nach sich.

Was kannst du tun, wenn dein Hund an Langeweile leidet?

Jeder Hund benötigt tägliche Bewegung, deren Dauer und Intensität vom Alter, von der Persönlichkeit des Hundes und von seinem Gesundheitszustand abhängen. Ein gesunder, ausgewachsener Hund wird nicht mit einer kurzen Runde um den Block zufrieden sein. Gewöhne dir an, eine größere Runde pro Tag mit deinem Vierbeiner zu gehen. Dabei sollte er genügend Zeit zum Schnüffeln haben. Die weiteren Gassi-Gänge können kürzer ausfallen. Die Spaziergänge tun zwar nicht nur dem Hund gut, aber es ist seine tägliche Zeit, um sich auslasten zu können.

Die Auslastung musst du im Laufe des Hundelebens immer neu anpassen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang, der zu den Bedürfnissen deines Vierbeiners passt, ist dein Hund entspannt, aber nicht völlig erschöpft und auch nicht aufgedreht. Manchen Hunden reichen nicht nur tägliche Spaziergänge. Falls du einen Hund hast, der sehr gerne mit dir zusammen „arbeitet“, kannst du ihm vielleicht Tricks beibringen oder mit ihm gemeinsam Mantrailing oder ähnliches unternehmen.

2. Dezember 2022

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Hat dein Hund Langeweile oder Hunger?

Um die richtige Futtermenge für deinen Hund zu ermitteln, kannst du einen Futterrechner nutzen oder dich an einen Ernährungsberater für Hunde wenden. Denke daran, die Leckerlis abzuziehen, die dein Vierbeiner von dir bekommt. Viele Hundehalter machen den Fehler, Leckerli und ähnliches für verschiedene Situationen und zu oft zu nutzen. Zum Beispiel freut sich das Tier, wenn der Besitzer nach Hause kommt und zur Belohnung – oder zum Trost, weil er so lange alleine war – bekommt der Hund ein Leckerli.

Oder der Hund fängt an, hin und her zu laufen oder den Tierhalter anzustupsen und damit wieder Ruhe herrscht, erhält er einen Kauknochen. Das ist ein antrainiertes Verhalten, denn der Vierbeiner hat gelernt: Du musst nur bellen, stupsen oder Unruhe vortäuschen und schon gibt es etwas Leckeres. Diese Verhaltensweisen müssen somit nicht unbedingt etwas mit Langeweile zu tun haben und ebenso wenig mit Hunger.

Labradore sind bekannt für ihren schier unbändigen Hunger. Das hängt mit dem POMC-Gen zusammen, das für die Regulierung des Hunger- und Sättigungsgefühls verantwortlich ist. Ist das Gen mutiert, wird dieser Mechanismus unterbrochen. Die Hunde spüren nicht, wann sie satt sind und haben somit ständig Hunger.

Ungesundes Futter und Verhaltensänderungen

Vielleicht hängen die Verhaltensweisen deines Hundes nicht mit Langeweile oder Hunger zusammen. Minderwertiges Futter kann sich ebenfalls auf das Verhalten auswirken. Ernährst du deinen Vierbeiner artgerecht und mit einem gesunden, hochwertigen Futter, fühlt er sich wohl und das merkst du unter anderem an einem ausgeglichenen Gemütszustand. Verhaltensveränderungen können am Umfeld, an einer Krankheit, am Erziehungsstil oder auch am falschen Futter liegen.

Häufig ist das ein schleichender Prozess, sodass du als Hundehalter zunächst nicht auf die Idee kommst, dass Verhaltensprobleme mit der Ernährung zusammenhängen könnten. Billiges Futter enthält beispielsweise künstliche Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe und minderwertige Zutaten. Das kann sich negativ auf die Psyche und auf den körperlichen Zustand auswirken. Deshalb sollte bei Verhaltensproblemen immer auch die Ernährung bedacht werden. In dem Fall ist zu einer Futterumstellung zu raten.

FAQ zu Hund und Langeweile

Falls dein Hund unterfordert ist, solltest du die täglichen Spaziergänge verlängern. Achte darauf, dass dein Hund sich während der Gassi-Gänge auspowern kann, zum Beispiel mit Schnüffeln, Spielen und gemeinsamen Beschäftigungen mit dir. Manche Hunde benötigen neben der körperlichen Auslastung geistige Beschäftigungen. Hole dir notfalls Unterstützung von einem Hundetrainer oder Verhaltensberater für Hunde.

Bei Verhaltensproblemen solltest du immer alle Faktoren beachten. Ist dein Erziehungsstil für deinen Vierbeiner passend? Hat der Hund vielleicht Schmerzen, wodurch Verhaltensänderungen auftreten können? Hat dein Hund Langeweile? Bekommt er das falsche Futter? Liegen die Verhaltensprobleme am Futter, ist es dir zu empfehlen, auf ein gesundes, hochwertiges Futter umzusteigen.

Es kommt darauf an, wie lange dein Vierbeiner alleine ist. Generell sollte jeder Hund etwas Langeweile ertragen können. Probleme treten dann auf, wenn Hunde täglich über mehrere Stunden alleine sind. Vor allem junge Hunde haben damit häufig Schwierigkeiten. Ein Hund ist nicht dazu geboren, ständig alleine zu sein. Muss dein Vierbeiner jeden Tag viele Stunden alleine bleiben, dann solltest du nach einem Hundesitter Ausschau halten.

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