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IBD beim Hund – Symptome, Behandlung, Ernährung

Spricht man von IBD, so meint man damit eine chronische Darmentzündung beim Hund. Im Genaueren bezeichnet IBD (übrigens kurz für inflammatory bowel disease) eine chronisches Dünndarmentzündungs-Syndrom.
Jedoch gibt es bis heute keinen verlässlichen Hinweis dafür, welche Hunde früher oder später einmal von dieser chronischen Krankheit betroffen sein werden.

Bei Menschen, die beispielsweise an Morbus Crohn leiden, weiß man mittlerweile, dass ein Gendefekt den Krankheitsausbruch begünstigen kann. Ein solcher Faktor konnte bislang noch nicht im Zusammenhang mit IBD ermittelt werden. Vermutet wird eine mögliche genetische Komponente von Experten aber trotzdem.

Betroffen ist bei ausgebrochener IBD in der Regel der gesamte Darmbereich, damit eingeschlossen also der komplette Dünn- und Dickdarm. Einzelne Darmabschnitte sind nur ganz selten entzündet, aber es kann zu einem Schwerpunkt kommen; dazu aber nachfolgend noch mehr.

Durch eine anhaltende Reizung der betroffenen Bereiche im Körper lagern sich sogenannte Entzündungszellen ein (im medizinischen Fachjargon Lymphozyten und Plasmazellen genannt), wodurch die Darmschleimhaut dauerhaft anzuschwellen beginnt. Mit der Zeit vernarbt sie sogar, was dazu führt, dass künftig Futter nicht richtig verdaut werden kann. Es wird damit nicht nur schneller ausgeschieden, sondern kann den Hund auch nicht weiter ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Besonders bei einem von der IBD betroffenen Dünndarm neigen die Tiere dann zu extremer Abmagerung, da in diesem Bereich die Aufnahme von Energie und Nährstoffen stattfinden würde.

Die Krankheit verläuft in Schüben und kann nicht geheilt werden.

Du bist maximal dazu in der Lage, die auftretenden Symptome etwas unter Kontrolle zu halten. Sobald dir dies allerdings gelingt, ist dein Tier dazu fähig, ein möglichst qualitatives Leben zu führen, ohne häufige Rückfälle zu erleiden. Bis zu diesem Punkt brauchst du aber gute Nerven und viel Geduld, denn ehe dein Hund stabil wird, kann es eine gute Zeit dauern.

Ausbrechen kann IBD bei jedem Hund. Sogar Tiere, die viele Jahre oder sogar ein Jahrzehnt unauffällig gewesen sind, können dann im späten Alter noch eine chronische Darmentzündung entwickeln.

Statistiken zeigen allerdings auf, dass es zumeist Jungtiere sind, die schon in ihrem Welpenalter auffällige Symptome zu zeigen beginnen. Am häufigsten sind davon Französische Bulldoggen, Schäferhunde und Boxer betroffen. Aber auch hellhaarige Hunde, wie etwa der Golden Retriever und hellfarbene Mischlinge fallen in den Statistiken oft auf. Viele Tierärzte berichten darüber hinaus, dass ihre IBD-Patienten in den meisten Fällen entweder aus dem Ausland oder aus einem Tierheim stammen. Ein Zusammenhang zwischen der Krankheit und großem Stress ist also möglich.

IBD Hund


Die häufigsten Symptome von IBD

  • Blutiger, schleimiger Kot 
  • Fieber 
  • Gewichtsverlust, Dehydration 
  • Haarausfall, Fellverlust
  • Häufiger Kotabsatz, bis zu 15 Mal täglich 
  • Hund verträgt viele Futtervarianten nicht 
  • Kot kann kaum gehalten werden 
  • Laute Darmgeräusche 
  • Rezidivierendes Erbrechen 
  • Schmerzempfindliches Abdomen 
  • Schnelle Erschöpfung, geringer Bewegungsdrang 
  • Standardmäßige Durchfallmittel zeigen keine Wirkung 
  • Symptome zeigen sich schubhaft
  • Verhaltensveränderungen; der Hund wirkt schnell gestresst und braucht viel Zuwendung
  • Verweigerung der Nahrung 
  • Wässriger Durchfall 

Weitere Beschwerden, mit denen von IBD betroffene Hunde immer wieder zu kämpfen haben, sind wiederkehrender Durchfall und ebenso wiederkehrendes Erbrechen.
Oft leiden sie unter starken Blähungen, die sich nicht selten durch einen üblen Geruch bemerkbar machen. Aber auch gurgelnde Darmgeräusche, die deutlich von dir gehört werden können, zählen zu den üblichen Symptomen.

Bauchkrämpfe oder Blut und Schleim im Kot treten hingegen eher selten auf, zählen trotzdem zum Beschwerdekatalog von IBD. Hierbei kommt es unter anderem auch darauf an, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist und wie viele Schübe das Tier schon erleiden musste.

Wie zuvor schon erwähnt, entwickelt sich die Krankheit in Schüben, wodurch es immer wieder Perioden gibt, in denen dein Tier kaum bis gar keine Symptome zeigen wird. In solchen symptomfreien Phasen fällt die IBD maximal durch Blähungen und Darmgeräusche auf, aber darüber hinaus erscheint dein Tier paradoxerweise gesund, gleichzeitig aber auch krank und lethargisch. Das kommt daher, da sich die Symptome ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr nur in der Verdauung abzeichnen, sondern irgendwann einmal der gesamte Organismus durch die ausbleibende Nährstoffverwertung betroffen ist. Hinzu kommen auch noch einige psychische Probleme, die mit dem anhaltenden Stress einhergehen.

Bei vielen Tieren, die unter IBD leiden, wird das Fell mit der Zeit immer dünner. Auch ein Appetitverlust zählt zu den typischen Symptomen, wobei Hunde von diesem eher seltener betroffen sind, als Katzen.

Problematisch wird es, da es je nach zugrundeliegender Ursache der Krankheit zu vielen weiteren Komplikationen kommen kann. Dazu zählen z. B. die Austrocknung aufgrund von Dehydrierung, Blutarmut, ein zu niedriger Eiweißgehalt im Blut (Hypoproteinämie genannt), sowie ein zu niedriger Vitamin B12 Spiegel.

Je nach Krankheitsverlauf kann sich wie bereits erwähnt ein unterschiedlicher Schwerpunkt beim Hund einstellen, der dann entweder im Magen wie Dünndarm oder auch im Dickdarm Probleme bereitet.


IBD Hund – Video zur chronischen Darmentszündig beim Hund


Schwerpunkt Dickdarm – für dich eher unauffällig

Liegt der Schwerpunkt der IBD im Dickdarm deines Hundes, ist dann Allgemeinbefinden in der Regel ungestört. Auch bei einem aktiven Krankheitsschub kommt es weder zu Fieber noch zu anderen groben körperlichen Beschwerden. Umso länger das Tier dieser Krankheit allerdings ausgesetzt ist, umso stärker ist auch das Risiko hinsichtlich einer körperlichen Schwäche durch Blutarmut.

Der Schwerpunkt der IBD im Dickdarm äußert sich folgendermaßen:

  • Viele kleine Kotballen.
  • Häufiger Kotabsatz, öfter als dreimal am Tag, was aber auch abhängig von der Fütterung ist.
  • Oft ein explosionsartiger Kotabsatz, bei dem der Kot regelrecht aus dem After des Tieres schießt.
  • Der Kot ist oft Schleim überzogen oder direkt schleimig, oft mit Blut vermischt und dadurch hell gefärbt.
  • Der Bauch des Hundes fühlt sich hart an.
  • Es ist ein lautes Rauschen oder auch Grummeln im Darm zu hören.
  • Der Hund leidet sichtlich an Schmerzen und Krämpfen und nimmt gegebenenfalls Positionen ein, in der sein Rücken gekrümmt wirkt.
  • Bei der Gabe von Cortison stellt sich eine auffallende Verbesserung ein.
  • Eine herkömmliche Durchfallbehandlung durch vorsichtiges Anfüttern, Diätfutter oder auch Antibiotika hilft nicht auf Dauer. Der Hund erhält trotzdem immer wieder neue Schübe.

Wichtig ist dabei natürlich, dass immer die allgemeine Situation bedacht wird. So kann es natürlich auch passieren, dass ein bereits älterer Hund mit Hüftproblemen eine ähnlich krumme Position einnimmt, wie es ein Junghund bei Bauchschmerzen tun würde.

Du musst also immer deine individuelle Situation betrachten und am besten mehrere Symptome gegenüberstellen. Das untrügliche Indiz für IBD ist natürlich in jedem Fall nach wie vor, dass die Krankheit in wiederkehrenden Schüben verläuft.

Schwerpunkt Magen & Dünndarm – hier wird es schon auffälliger

Hat sich der Schwerpunkt der IBD im Magen und Dünndarm manifestiert, sind die Symptome schon deutlich auffälliger. Alleine Symptome, die mit dem Magen in Verbindung stehen, äußern sich in den meisten Fällen durch wässrig-schleimiges Erbrechen.

Der Inhalt ist dabei oft gelb-grünlich und zeigt dadurch, dass es sich um einen Rückfluss der Galle handelt, die in den Magen gelandet ist. So etwas passiert nur dann, wenn eine chronische Entzündung vorliegt und die Schließmuskeln, welche den Gallenrückfluss verhindern sollten, geschädigt sind.

Häufige Symptome bei einem Schwerpunkt im Magen und Dünndarm sind:

  • Ein häufiger Magenreflux oder wässrig-schleimiges Erbrechen.
  • Der Hund gibt deutliche Schmatzgeräusche von sich.
  • Der Hund hat einen hohen Speichelfluss und leckt sich öfter ab, vorzugsweise an den Pfoten.
  • Auffällig laute Darmgeräusche.
  • Häufiger wässriger Durchfall.
  • Erleidet der Hund keine Durchfallsymptome, ist sein Kotabsatz normal.

Durch die anhaltenden Symptome, die sich gleichzeitig auf Magen und Darm auswirken, zeigt dieser Schwerpunkt der IBD auch deutliche Auswirkungen auf die Psyche deines Tieres.

Der Hund ist unruhig und schreckhaft, zieht sich vermehrt zurück. Das darf natürlich wiederum nicht mit für höheres Alter typischen Verhaltensweisen verwechselt werden, wenn sich beispielsweise dein Vierbeiner aufgrund schnellerer Müdigkeit zurückzieht und mehr schläft.

Aber ein alter Hund wird umgekehrt auch keine klassischen psychischen Stresssymptome aufweisen, die sich beispielsweise durch vermehrte Ängstlichkeit oder wachsende Aggressivität zeigen. Während die Senioren unter den Hunden oft schon ihre Ruhe haben möchten und daher Artgenossen gegenüber womöglich nicht mehr so aufgeschlossen reagieren, wird ein unter andauerndem Stress stehender Hund andere Tiere häufig anknurren und sie direkt bedrohen.

IBD Hund: Die psychische Auswirkung – ein nicht zu unterschätzendes Problem

Auffallend ist bei IBD unabhängig vom Krankheitsverlauf oder auch vom Schwerpunkt, dass sich die psychischen Zustände der betroffenen Tiere deutlich verändern. Sie entwickeln eine starke Ängstlichkeit bis hin zu ausgeprägten Phobien. Sensible Tiere zeigen ihre ohnehin schon vorhandenen Problemen nun deutlicher und werden allgemein nervöser.

Auffallend ist dabei außerdem, dass es zumeist gar keine offensichtlichen Gründe für diese Angstzustände gibt. So entwickeln viele Tiere plötzlich eine ausgeprägte Angst vor Insekten und erschrecken sich dabei ganz schlimm, wenn eine Fliege beim Fenster hereingeflogen kommt. Andere Tiere fürchten sich abends plötzlich, wenn das Licht eingeschaltet wird.

Wenn du mehrere Hunde hast, wird Mobbing zu einem großen Problem werden. Viele Tiere mit IBD werden von ihrem Rudel ausgeschlossen, was oft erst zur stark ausgeprägten Aggressivität gegen die eigenen Artgenossen führt.

Experten vermuten den Ursprung dieser Wesensveränderungen oft im Cortisolspiegel, der sich bei anhaltendem Stress drastisch erhöht. Denn das Stresshormon Cortison existiert auch im Organismus deines Vierbeiners.

Aus biologischer Sicht ist dieses Hormon insbesondere für seinen Wolfsverwandten sehr wichtig. Dieser soll sich nämlich nach einer Verletzung zurückziehen und dadurch scheuer werden. Der Zustand hält nur so lange an, bis er sich wieder ausgeheilt hat. Das führt natürlich dazu, dass noch heute Hunde, die sich bedroht fühlen, sehr aggressiv reagieren. Es ist ein reiner Selbstschutzmechanismus, der wohlgemerkt auch bei gesunden Tieren einsetzen kann.

Langfristige Folgen der IBD beim Hund

Neben den bereits angesprochenen psychischen Schäden, die ein Tier, das von IBD betroffen ist, erleiden wird, kommt es in manchen Fällen sogar zu lebensbedrohenden Umständen. Unabhängig von den mit der chronischen Entzündung im Zusammenhang stehenden Schmerzen, die zumeist zum Hunderücken hin ausstrahlen werden und dadurch auch chronische Rückenschmerzen durch Veränderungen an der Wirbelsäule verursachen können, leidet auch die Bauchspeicheldrüse stark darunter.

Diese wäre eigentlich dafür zuständig, überhaupt erst die Enzyme zu liefern, die der Organismus des Hundes zur Verdauung seiner Nahrung benötigt. Kommt es zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist der Hund einer akut lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt. Ein hochgezogener Rücken verringert die Bewegungsmöglichkeit des Tieres, wodurch erwachsene Hunde mit IBD rein äußerlich oft mit Senioren verglichen werden können, die Probleme mit dem Rücken oder der Hüfte haben.

Grundsätzlich ist jeder Hund davon gefährdet, eine Entzündung an seiner Bauchspeicheldrüse zu erleiden, sofern Magen und Darm einer IBD ausgesetzt sind. Dadurch hat die richtige Behandlung und vor allem auch die entsprechende Diät großen Vorrang.

Was genau verursacht eine IBD?

Bis heute sind die genauen Ursachen von IBD beim Hund unbekannt. Experten vermuten mittlerweile eine autoimmune Reaktion der Darmschleimhaut, deren Auslöser nicht klar zu definieren ist. Zu viele Faktoren könnten dazu beitragen.

Kommt es z. B. aus irgendeinem Grund dazu, dass der Hundekörper austrocknet, benötigt er eine Tropfinfusion. Durch die dabei entstehenden Prozesse im Körper werden innere Organe angeschlagen, was sich nicht selten auch auf die Darmschleimhaut auswirkt. Aber auch direkte Angriffe auf den Darm, die beispielsweise durch einen Parasitenbefall stattfinden, zählen zu möglichen Faktoren.

Durch über IBD existierende Statistiken lassen sich folgende Faktoren als die häufigsten eingrenzen:

  • Parasitenbefall im Darm (Giardien, Campylobacter, Salmonellen, …)
  • Allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Lebensmitteln oder Nahrungsbestandteilen
  • Unverträglichkeiten hinsichtlich gewissen Nahrungsbestandteilen, wie beispielsweise Fleischproteine, Konservierungsmittel oder Gluten
  • Krankhafte Veränderungen der Magen-Darm-Flora
  • Störungen des Immunsystems, unabhängig davon, ob akut oder chronisch
  • Rassetypische Veranlagungen, die eine chronische Darmentzündung auslösen oder sogar begünstigen können
  • Eine Fehlbesiedlung des Darms, auch Dysbakterie genannt

Darüber hinaus vermuten Experten, dass auch eine psychische Komponente wie etwa Stress ein möglicher Auslöser für die chronische Darmentzündung sein kann.

Man konnte mittlerweile feststellen, dass schreckhafte und ängstliche Hunde häufiger von IBD getroffen sind, als ihre ausgeglichenen Verwandten.

Betrachtet man es rein von der biologischen Seite, klingt das natürlich nachvollziehbar. Stress löst automatisch einen hohen Cortisolspiegel aus. Bleibt dieser langfristig bestehen, werden die Verdauungsorgane in Mitleidenschaft gezogen. Dazu zählt allerdings auch, dass die Schmerzpatienten unter den Hunden häufiger dazu neigen, IBD zu entwickeln, da auch Schmerz zu Stress führt.

IBD Hund – Die Diagnose

Grundsätzlich ist es dem Tierarzt möglich, durch Abtasten genauer einzuschätzen, ob der Hund möglicherweise an IBD zu leiden hat oder nicht. Bei einer kurzen klinischen Untersuchung kann er dadurch verdickte Darmschlingen oder auch vergrößerte Lymphknoten feststellen. Eine genauere Untersuchung mithilfe des Ultraschalls kann weitere charakteristische Merkmale in der Darmwand feststellen. Durch eine Gewebeprobeentnahme aus dem betroffenen Gebiet kann darüber hinaus eine Untersuchung mit dem Mikroskop durchgeführt werden.

Bis es allerdings soweit kommt, dass der Tierarzt aufgesucht wird, sollte durch ein Ausschlussverfahren festgestellt werden, ob der Hund tatsächlich dafür infrage kommt, von dieser chronischen Krankheit betroffen zu sein. Denn die Diagnose der chronischen Darmentzündung ist trotz aller möglichen Hinweise oft langwierig und nebenher auch ganz schön teuer.

Ein Ausschlussverfahren durchzuführen bedeutet, dass er zuvor sämtliche anderen möglichen Ursachen für die auftretenden Symptome ausgeschlossen werden müssen. Es darf also keine andere Erklärung mehr möglich sein, um die Vermutung in den Raum zu stellen, dass der Hund daran leidet.

  • Zunächst ist es natürlich wichtig, die ersten Symptome des Hundes zu stoppen. Selbst, wenn Erbrechen und/oder Durchfall mehrere Tage lang anhalten, können diese Erscheinungen auch von einem verdorbenen Magen stammen oder auf eine andere Krankheit hinweisen.
  • Es ist also entscheidend, ob der Hund chronisch darunter zu leiden hat oder es sich um einen akut auftretendes Problem handelt.
  • Darüber hinaus muss ausgeschlossen werden, ob der Hund an Parasiten leidet oder er womöglich eine Futtermittelallergie bzw. eine Unverträglichkeit gegenüber einzelnen Nährstoffen entwickelt hat.
  • Die zuvor erwähnte chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann im Übrigen ähnliche Symptome wie eine IBD verursachen. Beides sind voneinander unabhängige Krankheiten. Während IBD zur Bauchspeicheldrüsenentzündung führen kann, muss nicht beides gemeinsam auftreten.
  • Zu guter Letzt muss auch die Psyche des Hundes betrachtet werden. Denn der Magen ist das Hauptorgan, über das der Hund seinen geistigen und körperlichen Zustand spüren wird. Steht er unter chronischem Stress, kann er daher ähnliche Symptome zeigen, die bei einer IBD auftreten.

Unter Tierärztin gibt es Schätzungen, laut denen bis zu 30 % aller an IBD betroffenen Hunde unerkannt an dieser Krankheit leiden. Genauso gibt es aber auch Tiere, die fälschlicherweise damit diagnostiziert werden und dann ganz unnötig mit Cortison behandelt werden.

Kann IBD therapiert werden?

Grundsätzlich handelt es sich um eine lebenslange Therapie. Doch um den Hund ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen, gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, um sofort Hilfestellung zu leisten.

Zunächst müssen bei einem akuten Schub die Symptome schnell gelindert werden. Das kann mit Medikamenten erfolgen, die sein Erbrechen oder den Durchfall hemmen, kann aber auch auf eine Infusion hinauslaufen, damit der Kreislauf gestützt wird. Je nachdem, ob der Hund dabei auch krampft oder mit anderen Schmerzen zu kämpfen hat, ist womöglich eine psychische Therapie notwendig.

Neben diesen Faktoren ist die richtige Fütterung ganz besonders wichtig. Eine spezielle Diät muss konsequent beibehalten werden. Dabei ist zu bedenken, dass ein betroffenes Tier oft lebenslang Medikamente einnehmen muss, die sein Immunsystem entsprechend schwächen. Man kann daher mit gewissen Hausmitteln versuchen, ihn vor Erkältungen und dergleichen zu schützen.

Diesbezüglich sollte man sich auch am besten vor Augen halten, dass der Hund nun jede Unterstützung braucht, die er kriegen kann. Bei Regenwetter sollte er möglichst rasch abgetrocknet werden und wenn möglich auch ein kleines Jäckchen tragen, damit ihm nicht kalt wird.

Leidet das Tier unter starkem Gewichtsverlust und Muskelschwund, sollte er körperlich nicht zu stark beeinträchtigt werden. An dieser Stelle ist es nun wichtig, ihn in erster Linie geistig auszulasten und sich nicht nur auf körperliche Bewegung zu beschränken.

Je nachdem, wie lange ein neuer Schub anhält, sollten außerdem alle zwei bis vier Wochen weitere Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt erfolgen. Das ist deshalb notwendig, damit der Veterinärarzt sofort feststellen kann, ob der Hund weitere Infusionen benötigt oder womöglich sogar Immunsuppressiva (z. B. Cortison) braucht.

So kannst du deinem Hund mit seinen psychischen Problemen helfen

Wenn man sich vorstellt, wie es einem selbst damit ginge, ständig solchen Symptomen ausgesetzt zu sein, liegt es natürlich auf der Hand, dass die Psyche stark belastet wird.

Da Stress ein wichtiger Faktor für IBD ist, kann dieser direkt zu einem neuen Schub führen, wenn dein Hund besonders empfindlich ist. Wie auch bei uns Menschen wirken sich stressige Situationen natürlich auf jedes Tier individuell aus. Beim Menschen würde man in diesem Sinn sogar von einer posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen. Zwar gibt es derartige Diagnosen im Zusammenhang mit Hunden eigentlich gar nicht, doch die Auswirkungen sind ungefähr ähnlich.

Es gibt verschiedene Methoden, die Hundebesitzer ausprobieren können:

  • So kann Homöopathie eine Möglichkeit sein, dem Hund mit seinem Stress und der Ängstlichkeit zu helfen und dazu zu führen, die eigenen Reaktionen wieder zu normalisieren.
  • Es gibt außerdem verschiedene Heilpraktiker, die sich auf Tiere spezialisiert haben und etwa Akupunktur für Hunde anbieten.
  • Auch gibt es verschiedene Heilpflanzen, die dabei helfen sollen. Dazu zählen unter anderem der Igelstachelbart, der Reishi Vitalpilz, der Zeolith oder auch der Mutaflor.
  • Eine Methode, die sich mittlerweile sehr gut bewährt hat, ist das Hinzufügen von einem speziellen Protein namens Tryptophan zum Futter. Hierbei handelt es sich um eine essenzielle Aminosäure, die den Serotoninstoffwechsel des Tiers stimmungsaufhellend beeinflusst und in damit beruhigt.
  • Lass deinen Hund außerdem möglichst wenig alleine, damit du ihm eine emotionale Stütze sein kannst. Nichts wäre nun schlimmer, als dass er gefühlt niemanden hat, der für ihn da ist!

Die richtige Ernährung bei IBD

Viele von IBD betroffene Hunde benötigen zumindest während einem neuen Schub eine gut verträgliche Eiweißquelle, damit der entzündete Darm entlastet wird und sich wieder beruhigen kann. Dabei ist ganz wichtig, dass das Tier nun eine Proteinquelle erhält, die es bislang noch nicht oder nur selten bekommen hat. Im Grunde also eine Fleischsorte, die bislang noch nicht in seiner Futterschüssel gelandet ist. Beispielsweise kannst du auch Pferdefleisch zurückgreifen, das du ihm immer dann bietest, wenn er wieder unter seinen Symptomen und zu leiden hat.

Fleischsorten Hund

Sieh dir hierzu auch den Ratgeber über Fleisch für Hunde an, in dem genau beschrieben wird, welche Sorten es gibt und was du dabei bedenken musst.

Sei darauf gefasst, dass gekauftes Hundefutter nun nicht mehr so gut für dein Tier geeignet ist. Im besten Fall solltest du natürlich noch die Vorlieben deines Tieres berücksichtigen können. Doch schon ein einziger Kontakt mit einem Nahrungsbestandteil, der von einem betroffenen Tier nicht vertragen wird, kann einen erneuten Schub auslösen. Aus diesem Grund ist es oft ratsamer, die IBD Diät selbst zusammenzustellen.

Wer nicht penibel genau darauf achtet, die Entzündung des Darmes schnellstmöglich zu unterbinden, läuft irgendwann Gefahr, dass sich die Unverträglichkeit des Hundes auch auf andere Nahrungsmittel ausweitet. Die individuelle Ernährung wird damit immer schwieriger. Hinzu kommt im Übrigen auch, dass besonders dann, wenn nur noch wenige Lebensmittel zur Verfügung stehen, um verarbeitet zu werden, die richtige Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen immer schwieriger wird. Die Energiezufuhr muss also gut geplant werden.

Beachte außerdem auch, dass Getreide oft sehr schlecht von Hunden mit IBD vertragen wird.


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Häufige Fragen zum Thema IBD beim Hund

Ist IBD vererbbar?

Tatsächlich können Experten eine Vererbbarkeit der Krankheit nicht ausschließen, so wurde bei verschiedenen Linien einer Hunderasse immer wieder ein Ausbruch festgestellt. Man forscht noch, um herauszufinden, ob IBD einem möglichen Gendefekt zugrundeliegen könnte.

Welche Hunde sind häufiger betroffen?

Insbesondere hellhaarige bzw. blonde Hunde sind davon betroffen, früher oder später unter IBD zu leiden. Dazu zählt allem voran der Golden Retriever. Genauso wurde aber statistisch gesehen IBD schon sehr häufig bei hellhaarigen Mischlingshunden festgestellt, als es bei dunkelhaarigen Tieren der Fall wäre.

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