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Verstopfung beim Hund: Ursachen, Symptome & richtige Ernährung

Dein Hund hat Verstopfung? Oder bist du dir nicht sicher, ob es sich um eine Verstopfung handelt? Lese hier, welche Symptome auftreten, was zu einer Verstopfung führen kann und wie du mit der richtigen Ernährung vorbeugen kannst.

Hund und Verstopfung: Welche Ursachen gibt es dafür?

Bei einer Obstipation (Verstopfung) kann dein Hund seinen Darm nicht oder nur unzureichend leeren. Der Kot bleibt im Dickdarm stecken. Die Nahrung wird zwar auch bei einer Verstopfung im Darm aufbereitet, aber der Hund kann sie lediglich in geringer Menge ausscheiden. In manchen Fällen können die Vierbeiner gar keinen Kot ausscheiden. Somit bleiben Reste des Kots im Dickdarm zurück. Wenn sich immer mehr Kot im Darm absetzt, erleidet der Hund Schmerzen.

Mögliche Ursachen, die bei deinem Hund zu Verstopfung führen können:

  • Falsche Ernährung
  • Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme
  • Verschluckter Fremdkörper
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Fehlfunktion des Verdauungssystems
  • Verlangsamte Darmaktivität
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenunterfunktion
  • Nebenwirkung von Arzneimitteln
  • Abszesse
  • Analdrüsenentzündung

Manche alten Hunde leiden an Verstopfung, weil die Darmtätigkeit verlangsamt. Dies kannst du mit einer passenden Ernährung in den Griff bekommen.

2. Dezember 2022

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An welchen Symptomen erkennst du bei deinem Hund eine Verstopfung?

Es ist wichtig, dass du bei deinem Hund die Anzeichen für eine Verstopfung erkennst. Bei einer sogenannten Obstipation kann dein treuer Freund nur mühsam oder gar nicht Kot ausscheiden. Er setzt sich womöglich öfter beim Spaziergang hin und versucht seinen Darm zu entleeren. Manchmal setzt er nur eine kleine Kotmenge ab. Der Kot kann zudem mit Schleim oder Blut überzogen oder hart sein.

Je nachdem wie viel Kotrückstände im Darm bleiben, bläht sich der Bauch deines Vierbeiners auf. Als weitere Folge können Bauchschmerzen auftreten oder dein Hund rutscht mit dem Po über den Boden. Sind die Schmerzen stark, sind Appetitlosigkeit, Antriebsschwäche und Erbrechen möglich.

Wie sieht die Behandlung aus?

Verstopfungen sind in der Regel gut zu behandeln. Je nach Ursache ist eine Behandlung beim Tierarzt notwendig oder nicht. Beobachte deinen Hund gut. Eine Verstopfung kann immer mal wieder vorkommen. Deshalb besteht in den ersten zwei bis drei Tagen meistens noch kein Grund zur Sorge. Besteht die Verstopfung über diesen Zeitraum hinaus oder verschlechtert sich der Zustand, solltest du deinen Hund zum Tierarzt bringen.

Achtung! Sollte der Verdacht bestehen, dass dein Hund eine Verstopfung aufgrund eines verschluckten Fremdkörpers hat: Nicht warten, sondern direkt zum Tierarzt fahren!

In vielen Fällen geht es darum, die Verstopfung beim Hund zu lösen. Das funktioniert mit folgenden Maßnahmen:

  1. Füttere deinen Hund mit einem artgerechten, hochwertigen Futter. Dazu bekommst du weiter unten weitere Informationen. Falls du deinen Hund mit Trockenfutter ernährst, solltest du es mit Wasser vermischen.
  2. Sorge dafür, dass dein Vierbeiner genügend trinkt. Besonders bei der Fütterung mit Trockenfutter passiert es oft, dass der Hund zu wenig Flüssigkeit aufnimmt. Das wirkt sich unter anderem negativ auf die Verdauung aus.
  3. Rege mit entsprechenden Nahrungsmittel die Darmtätigkeit an. Das ist unter anderem mit Öl, Kleie, Joghurt oder Leinsamen möglich – wobei du Leinsamen oder Kleie kochen solltest. Diese Lebensmittel verflüssigen zudem den Kot, der sich im Darm angesammelt hat.
  4. Gebe dem Darm deines Hundes mittels Bewegung Schwung. Bewegung ist grundsätzlich wichtig und zwar täglich. Bei Bewegungsmangel treten früher oder später Verdauungsstörungen – und andere gesundheitliche Beschwerden sowie Verhaltensstörungen – auf.
  5. Pflege das Fell deines langhaarigen Vierbeiners. Ein verschmutztes oder verfilztes Fell im Afterbereich erschwert den Stuhlgang. Besonders langhaarige Hunde benötigen eine regelmäßige Fellpflege.

Sorge zudem dafür, dass dein Hund genügend Ruhe bekommt. Für ihn ist die erschwerte Kotausscheidung stressig und außerdem schmerzhaft. Und: Stress wirkt sich wiederum auf den Verdauungsprozess aus.

Was passiert, wenn die Verstopfung länger anhält?

Wenn dein Hund länger an Verstopfung leidet und die genannten Maßnahmen zu keiner Besserung führen, musst du deinen Vierbeiner vom Tierarzt untersuchen lassen. Möglich ist eine Chronifizierung der Verstopfung und das kann irreparable Schäden nach sich ziehen.

Wenn deinem Hund der Stuhlgang ständig Schmerzen bereitet, wird er mitunter versuchen, die Darmentleerung zu vermeiden. Und damit beginnt ein Kreislauf: Die Schmerzen werden stärker und es sammeln sich stetig größere Kotmengen im Darm an. Dadurch verhärtet sich der Kot im Dickdarm immer mehr und trocknet aus. Jetzt hat dein Hund noch größere Schwierigkeiten beim Kotabsetzen. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Überdehnung des Dickdarms führen, die irreparabel ist. Oder es kommt zum Darmverschluss, der zu spät behandelt oder unbehandelt tödlich enden kann.

Dein Hund hat Verstopfung durch zu viele Knochen?

Gerade Barfern passiert es oftmals, dass sie ihren Hunden zu viele Knochen geben. Die Folge kann der sogenannte Knochenkot sein: Sehr harter Kot. Der Stuhlgang ist weißlich, gelblich oder grau und die Konsistenz trocken bis krümelig. Wenn dein Hund wegen Knochenkot Verstopfung hat, liegt die Ursache eindeutig an einem Ernährungsfehler.

Es spricht nicht generell etwas gegen die Fütterung von Knochen. Du solltest lediglich bedarfsgerecht Knochen geben. Als Faustformel gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht ungefähr 20 Gramm frische Knochen.

Wie lässt sich beim Hund Verstopfung vorbeugen?

In den meisten Fällen tritt beim Hund eine Verstopfung auf, wenn er falsch ernährt wurde. Das kann beispielsweise beim Barfen passieren, wenn dein Tier zu viele Knochen erhält oder der Anteil an Rohfasern zu gering ist. Trockenfutter kann ebenfalls zu Verstopfung führen, weil dieses Futter sehr wenig Flüssigkeit enthält. Trinkt dein Hund nicht genug, kann das Verdauungsstörungen wie Verstopfung auslösen.

Mit einer artgerechten, hochwertigen Ernährung kannst du Verstopfungen vorbeugen. Zu empfehlen ist ein Nassfutter mit hohem Fleischanteil, zumal Nassfutter viel Feuchtigkeit enthält. Des Weiteren sollte dein Hund Ballaststoffe bekommen. Sie machen den Kot gleitfähiger, weil sie Wasser binden. Darüber hinaus kurbeln Ballaststoffe die Darmaktivität an.

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel für deinen Hund:

  • Äpfel
  • Erbsen
  • Brokkoli
  • Möhren
  • Gekochte Kartoffeln
  • Spinat
  • Spargel
  • Zucchini

Ein weiterer Tipp ist ein gutes Öl, das du deinem Hund mit dem Futter geben kannst. Zum Beispiel bietet sich ein hochwertiges Lachsöl an, mit dem der Vierbeiner gleichzeitig Vitamine und Omega-3-Fettsäuren aufnimmt.

FAQ Hund und Verstopfung

Du kannst deinem Hund Hund bei Verstopfung als Hausmittel Olivenöl oder Lachsöl geben. Oder weiche Kleie, Leinsamen oder Flohsamenschalen in Wasser ein und lasse sie etwa 10 Minuten quellen. Anschließend vermischst du den Brei mit dem Futter.

Auch beim Welpen liegt es meist an einer unpassenden Ernährung. Hat dein Hund Verstopfung, wechsle das Futter und steige beispielsweise von Trocken- auf Nassfutter um. Achte zudem darauf, dass dein Welpe genügend trinkt. Überfordere ihn nicht, denn Stress kann sich ebenfalls auf die Verdauung auswirken. Bei Welpen und Junghunden ist zudem immer daran zu denken, dass ein Verschlucken eines Gegenstandes zur Verstopfung oder auch zum Darmverschluss führen kann.

Falls es zu einem Darmverschluss kommt, kann dies ohne Behandlung zum Tod führen. Ein Darmverschluss ist beispielsweise möglich, wenn dein Hund einen Fremdkörper verschluckt hat.

Es gibt folgende Gründe für eine Verstopfung:

  • Falsche Ernährung
  • Fremdkörper verschluckt
  • Bewegungsmangel
  • Hund trinkt zu wenig
  • Stress
  • Funktionsstörungen des Verdauungssystems
  • Zu langsame Darmaktivität
  • Abszesse
  • Schilddrüsenunterfunktion oder andere Stoffwechselstörungen
  • Medikamente
  • Analdrüsenentzündung

Deinem Hund bereitet das Absetzen von Kot Schwierigkeiten oder er kann keinen Kot ausscheiden. Bei den mehrmaligen Versuchen setzt er eventuell lediglich eine kleine Menge an Kot ab. Weitere mögliche Symptome sind Blähbauch, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Antriebsschwäche.

In der Regel kannst du dafür sorgen, dass sich die Verstopfung löst. Sollte das nach zwei Tagen nicht gelingen, musst du zum Tierarzt gehen. Es ist dir zu empfehlen, auf ein hochwertiges Hundefutter umzusteigen, wobei Nassfutter die erste Wahl ist. Trockenfutter enthält zu wenig Flüssigkeit. Möchtest du dennoch Trockenfutter füttern, solltest du Wasser hinzugeben. Sorge dafür, dass dein Hund genügend trinkt und ausreichend Bewegung erhält. Mit einem guten Öl, gekochter Kleie, gekochtem Leinsamen oder Joghurt kannst du die Darmtätigkeit anregen.

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