Die Ausschlussdiät beim Hund – wie sie funktioniert und wann sie nötig ist

Die Ausschlussdiät wird auch als Eleminationsdiät bezeichnet. Grundlage zur Durchführung einer Eleminationsdiät ist ein hochwertiges Futter mit genauer Inhaltsstoffangabe.

Typische Bestandteile des Hundefutters

Hundefutter besteht hauptsächlich aus Gemüse, Kohlenhydraten und Proteinen. In der Regel reagiert der Hund auf bestimmte Fleischsorten oder Getreide allergisch. Konservierungsstoffe, Bindemittel, Lockstoffe und Geschmacksverstärker sind ebenfalls Allergien auslösend. Du solltest also schon im Vorfeld darauf achten, dass diese Stoffe möglichst nicht im Futter enthalten sind.

Um eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren, bildet die Ausschlussdiät die Grundlage.

Symptome einer Futtermittelallergie

Eine Futtermittelallergie kann sich durch dermatologische Störungen wie Juckreiz äußern. Diese treten im Bereich der Lefzen, des Afters oder der Pfoten auf. Bevor du mit der Eleminationsdiät beginnst, solltest du die Ursachen für Störungen im Hautbild, verursacht durch Parasiten, Bakterien, Milben oder Flöhe, durch eine dermatologische Untersuchung beim Tierarzt ausschließen lassen.

Ferner besteht neben der Futtermittelallergie noch die Möglichkeit einer Umweltallergie, zum Beispiel einer Pollenallergie.

Hier findest du vier Allergien, an denen dein Hund leiden könnte – womöglich sogar, ohne dass du es bisher bemerkt hast!

Umsetzung der Ausschlussdiät

Ausschlussdiät-vom-HundUm die Ausschlussdiät erfolgreich umsetzen zu können, empfehle ich dir eine schriftliche Protokollierung des gesamten Prozesses. Welches Futter mit welchen Inhaltsstoffen hast du wie oft verfüttert. Auch Leckerlis zwischendurch fließen ins Protokoll mit ein. Ein hypoallergenes Futter mit wenigen Inhaltsstoffen bietet sich für die Ausschlussdiät an.

Plane einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen ein, um ein neues Futter an deinem Hund zu testen. Nach den 8 Wochen empfiehlt sich die erneute Gabe des ursprünglichen Futters. Sollten Allergene Wirkstoffe enthalten sein, werden nach 2 bis 3 Wochen erneut Symptome sichtbar. Jetzt beginnst du Stück für Stück den Hund mit den Allergenen zu konfrontieren, bis du das Allergen gefunden hast, das die Beschwerden auslöst.

Um die Allergie auf bestimmte Fleischsorten zu diagnostizieren, gib deinem Hund eine Fleischsorte, die er nicht kennt und zuvor noch nicht gefressen hat, zum Beispiel exotisches Fleisch vom Känguru. Als Ersatz für die sonst verabreichten gängigen Kohlenhydrate bieten sich Süßkartoffeln, Pastinake, Kürbis oder Hirse an. Generell ist Nassfutter aufgrund seines Feuchtigkeitsanteils von ca. 70 Prozent immer besser als Trockenfutter für den Hund.

Auch eine Kreuzallergie ist nicht auszuschließen. Sollte dein Hund allergisch auf Huhn reagieren, kann es sein, dass er auf weitere Geflügelarten wie Pute, Ente oder Strauß ebenfalls allergisch reagiert.

Alle ziehen an einem Strang

Das Futter sollte deinem Hund nur von dir verabreicht werden. Das ermöglicht dir eine bessere Kontrolle. Informiere alle Personen in deinem Haushalt über die Diät, die du gerade mit deinem Hund durchführst. Lass deinen Hund nicht von fremden Personen füttern. Sollte dein Hund beim Spazieren gehen gern Futterreste aufnehmen, halte ihn an der kurzen Leine. Gegebenenfalls empfiehlt sich auch das Tragen eines Maulkorbes.

Hast du mehrere Tiere in deinem Haushalt, sei es Hunde, Katzen oder Nutztiere, separiere deinen Hund oder die anderen Tiere während der Fütterung. Lass kein Futter stehen, dass den Tieren den ganzen Tag zur Verfügung steht.

Selbstgemachtes Hundefutter ist das beste bei der Ausschlussdiät

Für die Ausschlussdiät empfiehlt sich neben handelsüblichem Futter, von dir selbst zusammengestelltes Futter. So kannst du genau ersehen, was enthalten ist. Zumal in industriell gefertigtem Hundefutter oft mehrere Fleischsorten oder Bestandteile von mehreren Fleischsorten enthalten sein können. Dies erschwert die Eleminationsdiät.

Bei von dir selbst hergestelltem Futter kannst du entscheiden, ob du die Fleischsorte roh oder gekocht verfütterst. Je nachdem was dein Hund besser verträgt. Neben dermatologischen Symptomen kann sich eine Futtermittelallergie auch durch Durchfall oder Verdauungsstörungen, wie vermehrten Blähungen bemerkbar machen. Du kennst deinen Hund und sein Fressverhalten am besten und kannst somit genau einschätzen, was für ihn bekömmlich ist.

Leckerlies-bei-Ausschlussdiät
Leckerlies dürfen bei der Ausschlussdiät natürlich gegeben werden – solange sie artgerecht sind und zur Diät passen!

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Eine Ausschlussdiät kann sowohl für dich als auch für deinen Hund eine Chance zur kompletten Futtermittelumstellung sein, weg vom industriellen Fertigfutter zu selbst produziertem Hundefutter.

Und vielleicht entdeckst du ja auch deine Freude an selbstgefertigtem Futter und im Ausprobieren verschiedener Rezepte. Wichtig ist es, dass es deinem Hund wieder besser geht und du einen Weg der Fütterung findest, die deinem Hund guttut und zu dir und deinem Leben passt.

BARF – die Lösung für alles

Im Zusammenhang mit selbstgemachten Hundefutter wird das BARF empfohlen, das sich an der Ernährung von Wildtieren, wie den Wölfen orientiert. BARF bedeutet Biologisches Artgerechtes Rohes Futter. Auch hier hast du die vollständige Kontrolle, was in den Napf deines Hundes gelangt. Beim Barfen ist darauf zu achten, dass die Fütterung aus rohem Fleisch, Knochen und Gemüse ausgewogen ist und individuell auf deinen Hund zugeschnitten ist.

Ein kleines Restinfektionsrisiko bleibt, da rohes Fleisch auch Krankheitskeime, wie zum Beispiel Salmonellen oder Bakterien enthalten kann. Rohes Fleisch lässt sich aber im Froster haltbar machen und viele Keime werden beim Frosten abgetötet. Gegenüber dem industriell hergestellten Fertigfutter hat BARF den Vorteil, dass dieses nicht mit minderwertigen tierischen oder pflanzlichen Nebenprodukten gestreckt ist.

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