6 Milbenarten, die deinem Hund das Leben schwermachen

Sie sind unglaublich nervig, bringen die unterschiedlichsten Symptome mit sich und sind mit freiem Auge oft gar nicht zu erkennen. Die Rede ist von Milben; biestigen kleinen Spinnentierchen, die es faustdick hinter den Ohren haben, wenn es darum geht, dem Hund das Leben schwer zu machen. Allem voran gibt es sechs Milbenarten beim Hund, die jeder Besitzer kennen sollte.

Neben ein paar eher ungefährlichen Milbenarten beim Hund, die überall und in jeder Ecke ihres Wohnbereichs lauern (z.B. Hausstaubmilben), gibt es auch ein paar problematische Gattungen. Diese sehen wir uns nun einmal genauer an.

1. Herbstgrasmilbe

Ihr Name verrät bereits, wo sie sich aufhalten. Auf hohen und auch niedrigen Gräsern warten sie darauf, auf Vierbeiner aufzuspringen, die sie im Vorbeigehen abstreifen. Irgendwann einmal in seinem Leben hat jeder Hund mit diesen kleinen Plagegeistern zu tun. Die damit im Zusammenhang stehenden Symptome sind recht auffallend. So beginnen betroffene Hunde regelrecht an ihren Pfoten zu nagen.

Optisch sind die Milben orange-rot gefärbt und erlangen eine Größe von bis zu einem Millimeter. Am liebsten siedeln sie sich zwischen den Zehen oder Beinen der Hunde an oder begeben sich von hier aus zu Ohren, Lefzen und Nasenrücken. Problematisch werden diese kleinen Biester insofern, da ihr Speichel allergen wirkt. Dadurch bekommen betroffene Hunde einen massiven Juckreiz und entwickeln bei ausbleibender Behandlung schnell geschwollene Augen, Lefzen Ödeme oder auch Hautquaddeln. Bei einem ganz massiven Befall kann es sogar zu geschwürartigen Hautveränderungen kommen.

Sobald dein Hund einmal von Herbstgrasmilben befallen ist und du ihn erfolgreich behandeln konntest, hält sein Juckreiz auch im Anschluss und noch ein paar Tage lang an. Wundere dich auch nicht, wenn es im Anschluss zu einer sogenannten Sekundärinfektion kommt. Ekzeme oder andere Hautentzündungen können durch die bereits gereizte Haut sehr leicht entstehen, da diese zu diesem Zeitpunkt schon sehr anfällig dafür ist.

Hund-Milben

2. Ohrmilben

Hunde wie Katzen sind im Prinzip gleichermaßen von diesen Schädlingen betroffen, die sich zumeist im Inneren der Ohrmuschel ansiedeln. Dabei belegen sie den äußeren Gehörgang, wo sie sich von Körperflüssigkeiten und abgestorbenen Hautzellen ernähren. Wenngleich diese Milbenarten beim Hund nicht mit freiem Auge zu sehen sind, erkennst du sie an schwarz-braunem, bröckeligem Sekret, das sich im Ohr deines Haustiers anzusiedeln beginnt.

Ein Hinweis auf Ohrmilben kann sein, dass ich dein Tier immer stärker an den Ohren zu kratzen beginnt, denn auch diese Milben verursachen Juckreiz.

Problematisch sind Ohrmilben beim Hund insofern, da sie ausgeprägte Entzündungen hervorrufen können. Sobald du das beschriebene Sekret erkennen kannst, besteht in der Regel bereits eine erste kleine Entzündung. Zu diesem Zeitpunkt ist Vorsicht angebracht, denn Ohrmilben sind hochgradig ansteckend und können von einem zum nächsten Tier übergehen.

3. Haarbalgmilben

Haarbalgmilben gehören der Familie der Demodexmilben an. Hiervon gibt es viele verschiedene Unterarten, die deinen Hund meist ein Leben lang begleiten und ihm nicht immer zum Problem werden. So gehören die meisten von ihnen dem normalen Hautmilieu deines Hundes an und sorgen dafür, dass der dort bestehende Organismus problemlos fortbesteht.

Eine exzessive Vermehrung dieser Milbenarten beim Hund führt allerdings zu einer Krankheit, die man Demodikose nennt. Hierbei erröten einzeln Hautareale, die im Anschluss viele Schuppen verlieren werden. Damit einher geht auch ein zusätzlicher Juckreiz, durch den eine Pustel- oder auch Krustenbildung entstehen kann. In ganz extremen Fällen kann es sogar zu Haarverlust kommen.

Bei langhaarigen Hunden werden diese Hautveränderungen meist komplett übersehen, was nicht zuletzt an der häufigen Spontanheilung liegt. Da die Demodexmilben wie erwähnt zu jenen kleinen Tierchen gehören, die deinen Hund sein ganzes Leben über begleiten, kommt es in 90 % aller Fälle zu einer körpereigenen Selbstheilung.

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4. Raubmilben

Von allen Milben in dieser Aufzählung ist die Raubmilbe die wohl schrecklichste. Neben Hunden und Katzen sind auch Kaninchen oder sogar noch kleinere Tiere, wie beispielsweise Mäuse oder Hamster dafür empfänglich. Der Grund dafür ist, dass Raubmilben nicht wirtsspezifisch sind und sie von einem zum nächsten überspringen können. Das bedeutet letzten Endes auch, dass sie auf dich übergehen können.

Die Übertragung erfolgt dabei durch den direkten Kontakt mit dem infizierten Tier, kann aber auch durch die Umgebung stattfinden. Die Raubmilben können bis zu 21 Tage lang ansteckungsfähig bleiben. Experten diskutieren mittlerweile sogar eine Übertragung durch Flöhe, Läuse und Fliegen, was noch einmal die Tatsache verdeutlicht, dass sie absolut nicht wählerisch sind, wenn es um ihren Wirt geht.

5. Rattenmilbe, tropische Vogelmilbe

Ein ähnlich hartnäckiger Fall, wie jener der Raubmilbe, ist die sogenannte Rattenmilbe. Da sie vorzugsweise Vögel befällt, trägt sie auch den Beinamen der tropischen Vogelmilbe.

Befallen werden von ihr neben Geflügeltieren in erster Linie Mäusetiere und andere Kleinnager. In dieser Aufzählung finden Sie daher Platz, da sie ebenso wenig wirtsspezifisch sind, wie die Raubmilbe.

Hast du beispielsweise einen Hamster bei dir zu Hause, der von der Rattenmilbe befallen wurde? Sobald du diesen zu behandeln beginnst, wird sich diese besondere Gattung der Saugmilben einen anderen Wirt suchen. Dabei kann sie auf jegliches Haustier, aber auch auf dich übergehen.

Aus diesem Grund ist bei solchen Parasiten (Rattenmilben wie Raubmilben) eine umgekehrte Vorgehensweise notwendig. Mit anderen Worten musst du zuerst die Milben dezimieren und solltest dann erst die betroffenen Tiere behandeln.

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6. Grabmilben

Kommen wir zur letzten Milbenarten beim Hund in dieser Auflistung. Die Grabmilbe ist der Verursacher für die allseits bekannte Räude beim Hund. Sie lebt allerdings sehr spezifisch und kann daher nur durch den Kontakt mit einem bereits infizierten Hund auf einen anderen übergehen. Dabei ist ein direkter Fellkontakt nicht erforderlich!

Unangenehm ist der Befall mit Grabmilben insofern, da es kaum eine vergleichliche Milbenart gibt, die einen so penetranten Juckreiz verursacht. Das führt natürlich dazu, dass die Vierbeiner weder ruhig schlafen können noch irgendeiner alltäglichen Tätigkeit nachgehen können. Sie können nicht fressen oder laufen, sondern müssen sich andauernd kratzen. Das führt schließlich dazu, dass starke Verletzungen an der Haut auftreten. Durch die starke Reizung kommt es außerdem schnell zu sekundären Infektionen.

Hinzu kommt, dass sich die Haut durch die massive Belastung zu verdichten und zu verhornen beginnt. Das führt dazu, dass die Hautfettproduktion steigt. Ein ranziger Geruch geht anschließend von deinem Hund aus, sobald dieser Prozess einmal eingesetzt hat.

Grabmilben treten zunächst am Kopf des Hundes auf, wo sie sich in erster Linie seinen Ohren widmen. Von hier aus besiedeln sie im Anschluss den gesamten Körper bis hin zu seiner Route.

Durch die vielfältigen mit ihnen im Zusammenhang stehenden Problematiken gelten Grabmilben als die gefährlichste Milbenart für Hunde. Durch die massiven Infektionen, welche an der Haut entstehen können, kann der Hund ohne eine rechtzeitige Behandlung sogar an diesem Parasiten und der dadurch entstehenden Räude sterben.