Die eiweißarme Ernährung des Hundes

Die eiweißarme Ernährung des Hundes

Die richtige Ernährung für den geliebten Hund ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit des Tieres. Die richtige Zufuhr von Nährstoffen kann dafür sorgen, dass der Vierbeiner lange aktiv und fit bleiben. Eiweiß ist ein wichtiger Nährstoff, der im Körper des Tieres viele unterschiedliche Stoffwechselprozesse in Gang setzt und so für die Gesundheit des Hundes sorgen. Doch nicht immer kann ein Hund Proteine vertragen. Neben einer Allergie kann auch eine Erkrankung der Nieren oder der Leber, sowie Übergewicht eine eiweißarme Ernährung des Tieres bedingen. Nun sehen wir uns an, wann der Hund eine eiweißarme Ernährung braucht.

eiweißarme Ernährung für den Hund – warum braucht er überhaupt Eiweiß?

Proteine, auch als Eiweiß bekannt, werden im Körper des Hundes schnell verstoffwechselt. Ein gesunder Hund benötigt etwa 2 bis 6 Gramm Protein pro Körpergewicht am Tag. Damit wird vor allem die Gesundheit der Knochen und Muskeln sowie der Organe gewährleistet.

Der Stoffwechsel des gesunden Tieres benötigt Proteine, damit diese bei der Produktion von Enzymen und Hormonen herangezogen werden können und den Stoffwechsel aktiv halten. Einige essenzielle Aminosäuren, die ebenfalls für die optimale Verstoffwechselung von großer Bedeutung sind, können nicht selbst vom Tier produziert werden.

Ähnlich wie bei unserer Ernährung müssen diese Nährstoffe dann durch die Ernährung zugeführt werden. Als Allesfresser muss dein Hund jedoch nicht große Mengen Fleisch verzehren, sondern kann auch auf alternative Proteine umgestellt werden.

Übergewicht als Risikofaktor

Übergewicht sind nicht nur ein Problem der Menschen, auch immer mehr Vierbeiner leiden unter einem erhöhten Gewicht. Das kann dann natürlich auch gesundheitliche Risiken entstehen lassen.

Besonders wenn die Ernährung des Tieres nicht artgerecht oder einfach in zu großer Menge stattgefunden hat, droht mit dem Übergewicht auch ein zu hoher Proteinkonsum. Der Veterinär wird in einem solchen Fall eine Eiweißreduzierte Ernährung empfehlen, um das Tier wieder auf sein Normalgewicht bringen zu können.

Erkrankung der Nieren und der Leber – das kann die eiweißarme Ernährung vom Hund ausgleichen

Auch eine Störung der Organe kann dafür sorgen, dass das Tier die aufgenommenen Proteine nicht richtig verarbeiten kann. Chronische Nierenbeschwerden kommen in der Praxis häufig vor und sorgen dafür, dass das Protein nicht mehr richtig verstoffwechselt werden kann. Ebenso sind ältere Hunde häufig von einer Niereninsuffizienz betroffen, die eine eiweißarme Ernährung erfordert.

Wie beim Menschen auch, können die Niere, aber auch die Leber das aufgenommene Protein nicht richtig verarbeiten. Wird das Eiweiß nicht ordentlich von den Organen verarbeitet, bilden sich Proteinkristalle, die sich hauptsächlich in den Gelenken ablagern. Der Hund hat starke Schmerzen und kann sich nur noch schlecht bewegen. Gicht ist nicht nur unter den Menschen sehr verbreitet, sondern kommt auch beim Hund immer häufiger vor.

Du erkennst, dass dein Hund Probleme mit den Nieren hat, indem du beobachtest, wie häufig er Wasser lassen muss oder auch übermäßiges Trinken kann ein Hinweis auf eine Nierenerkrankung sein. Fallen dir diese Symptome auf, solltest du euren Tierarzt zeitnah aufsuchen, denn sind diese Symptome sichtbar, ist die Nierenerkrankung schon fortgeschritten. Eine rasche Behandlung ist erforderlich, damit dein Hund wieder gesund werden kann oder durch die Umstellung der Ernährung seine Leiden verringert werden.

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Die eiweißreduzierte Diät für den Hund

Hat der Tierarzt eine Erkrankung der Organe, oder auch einen angeborenen Defekt feststellen können, wird er dir zu einer eiweißreduzierten Ernährung deines Tieres raten.

Nicht nur die Menge der Proteine, auch die Eiweißquelle sind entscheidend, wenn dein Hund eiweißreduziert ernährt werden soll. Der Hund ist als Carnivore ein Allesfresser, er verträgt auch Eiweiße, die aus pflanzlichen Quellen kommen.

Zum einen sollte die Zufuhr von Proteinen gänzlich runtergefahren werden. So können die Nieren sowie die Leber die aufgenommene Menge wieder besser verarbeiten. Je weniger Eiweiße aufgenommen werden, desto besser können die Organe diese Mengen verarbeiten. Ebenso solltest du darauf achten, dass die Proteine aus Quellen stammen, die für den Hund leicht verdaulich sind. Magerer Fisch oder Geflügel sind hochwertige Eiweißquellen, die ein Hund gut verdauen kann und auch in geringen Menge optimal verstoffwechseln kann.

Auch auf die richtige Phosphor kommt es an

Ein Hund mit einem Nierenleiden sollte nicht nur eiweißarm ernährt werden, auch auf die enthaltene Menge Phosphor im Futter ist unbedingt zu achten. Phosphor, dass mit dem wichtigen Mineral Kalzium gemeinsam verstoffwechselt wird, wird über die Niere ausgeschieden. Bei einer Nierenerkrankung wird die Ausscheidung das Element aber nicht mehr richtig ausgeschieden. Das führt dann dazu, dass sich das Phosphor im Blut des Tieres anreichert und dort gesundheitliche Schäden verursacht.

Der erste Weg ist der Gang zum Tierarzt

Solltest du feststellen, dass dein Hund immer häufiger uriniert, vermehrt trinkt oder auch Probleme in sonst unauffälligen Bewegungsabläufen hat, solltest du den Hund beim Tierarzt vorstellen. Er kann feststellen, welche Ursache dahinter steckt und dir die individuelle Ernährung für deinen Liebling aufzeigen.