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Wie lange kann ein Hund nach dem Essen spazieren gehen?

Wie lange sollte ich nach dem Fressen Gassi gehen? Und ist es besser, den Hund vor oder nach dem Spaziergang zu füttern? Diese Fragen beschäftigen viele Hundehalter und wir geben dir Antworten darauf.

Sollte ich meinen Hund vor oder nach dem Gassi gehen füttern?

Gassi gehen vor oder nach dem Fressen – was ist besser? Du kannst mit deinem Hund nach dem Füttern Gassi gehen. Allerdings solltest du damit etwa zwei Stunden warten. Nach dem Fressen ist es außerdem nicht zu empfehlen, den Hund springen oder spielen zu lassen. Er benötigt nun Zeit zum Verdauen.

Außerdem kann sportliche Aktivität nach oder direkt vor dem Fressen zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden führen. Ein aufgeblähter Bauch ist unangenehm und teilweise schmerzhaft. Vor allem große Hunde neigen zu Blähungen.

Besser nach dem Spaziergang füttern

Gewöhne dir und deinem Vierbeiner lieber an, dass es nach den Spaziergängen Futter gibt. Warte rund 30 Minuten nach dem Gassigang, bis du deinem Hund den gefüllten Napf hinstellst. Durch das Laufen und die Aktivität brauchen die Tiere eine Weile, bis sich ihr Körper abkühlt und sich entspannt. Fütterst du sofort nach dem Gassigang, kann es passieren, dass dein Hund sein Futter wieder erbricht oder an Blähungen oder Bauchschmerzen leidet.

Wie lange kann ich mit meinem Welpen nach dem Fressen Gassi gehen?

Bei Welpen sieht es ein wenig anders aus, wobei auch die Kleinen nach dem Essen nicht großartig aktiv sein sollten. Welpen müssen nach den Mahlzeiten sozusagen aufs Töpfchen. Hat dein Welpe gegessen, solltest du ihn nach 5 bis 30 Minuten an die frische Luft bringen. Die Kleinen haben noch keine Kontrolle über ihre Blase. Wenn sie sich zum Junghund entwickelt haben – mit rund 4 Monaten, können sie länger einhalten und nach dem Fressen erstmal ruhen.

Ist die Gefahr einer Magendrehung größer, wenn ich nach dem Fressen mit dem Hund Gassi gehe?

Experten stochern immer noch im Ungewissen, wenn es um die Ursache einer Magendrehung geht. Bei vielen Hunden passiert eine Magendrehung nachts im Ruhezustand und ohne vorangegangene Fütterung. Häufig kommt es zu einer Magendrehung, wenn der Hund eine große Menge an Trockenfutter gefressen und anschließend viel getrunken hat. Dadurch lösen Gärungsprozesse einen starke Magenerweiterung und als Folge eine Drehung des Magens aus.

Zudem ist das Risiko bei großen Hunden mit tiefer Brust höher. Des Weiteren geht man davon aus, dass gestresste oder ängstliche Hunde öfter von einer Magendrehung betroffen sind. Eventuell schlucken diese Tiere mehr Luft, sodass sich der Magen stark aufbläht. Genaues weiß man aber bis heute nicht. Dennoch ist es besser, wenn du deinen Hund nach dem Gassi gehen fütterst und ihm anschließend mindestens 2 Stunden Ruhe gönnst.

Reicht eine Mahlzeit am Tag aus?

Um Verdauungsbeschwerden wie Magenprobleme oder Blähungen zu vermeiden ist es ratsam, die  Tagesration auf mindestens zwei Mahlzeiten aufzuteilen. Der Hund hat zwar einen sehr dehnbaren Magen, sodass er größere Futtermengen aufnehmen kann. Aber vor allem größere Hunde neigen dazu, auf eine zu große Mahlzeit mit Verdauungsproblemen zu reagieren. Außerdem benötigen Hunde im Wachstum und Arbeitshunde eine höhere Futtermenge, die auf zwei oder drei Mahlzeiten verteilt werden sollte. Gleiches gilt für sensible Hunde.

Wird die Tagesration auf kleinere Mahlzeiten aufgeteilt, kann die Magensäure schneller den Nahrungsbrei durchdringen, was zur Entlastung des Magens führt. Zudem entstehen dadurch weniger Gärungsprozesse, sodass Blähungen seltener vorkommen.

2. Dezember 2022

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Nach dem Gassi gehen füttern

Ein Hund sollte mindestens zwei Mal täglich einen Spaziergang bekommen. Du kannst nach jedem Gassigang die Mahlzeit für deinen Hund in Ruhe vorbereiten. Dein Vierbeiner kann sich währenddessen von der Aktivität erholen und zirka eine halbe Stunde später fressen. Experten empfehlen zudem, Hunde zu festen Zeiten zu füttern. Feste Essenszeiten sollen die emotionale Sicherheit erhöhen, die vor allem für ängstliche Hunde wichtig ist.

Hast du einen Hund, der schnell aufgeregt und generell eher hektisch und unruhig ist, können fixe Fütterungszeiten kontraproduktiv sein. Diese Vierbeiner werden in der Regel noch nervöser, wenn die Essenszeit näher rückt. Die Unruhe setzt Stresshormone frei und sie können den Verdauungsprozess stören.

Achte zudem darauf, dass dein treuer Freund in Ruhe essen kann. In einer unruhigen oder lauten Umgebung schlingen die meisten Hunde ihr Futter hinunter. Dabei schlucken sie zu viel Luft, das ebenfalls Blähungen oder Bauchschmerzen verursachen kann.

Wie oft muss ich mit meinem Hund Gassi gehen?

Dafür gibt es keine festen Regeln. Zudem hängt es vom Alter, Gesundheitszustand und Aktivität des Hundes ab, wie viel Bewegung und Auslauf er benötigt. Fakt ist, dass Bewegung einen großen Einfluss auf die Verdauung hat. Gehst du mit deinem Vierbeiner lediglich zwei Mal täglich eine kurze Runde um den Block und ist dein Hund dabei angeleint, wird er früher oder später an Darmträgheit und Verstopfung leiden.

Wie lange bleibt Futter im Magen des Hundes?

Nahrung bleibt zwischen 5 und 7 Stunden im Magen, bis sie weiter durch den Verdauungskanal transportiert wird. Die Verweildauer hängt von der Futterart und der Verdaulichkeit des Futters ab. Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil ist generell leichter verdaulich als ein Trockenfutter.

Kann ich meinem Hund nach dem Gassi gehen Futter aus dem Kühlschrank geben?

Das ist keine gute Idee, denn kalte Nahrung kann bei Hunden zu Durchfall oder Erbrechen führen. Besser verträglich ist das Futter, wenn es lauwarm ist. Im Sommer kannst du deinem Hund jedoch einen Snack geben, den du im Kühlschrank gelagert hast. Beobachte deinen Hund, ob er kalte Leckerlis verträgt. Viele magenempfindliche Hunde kommen damit nicht gut zurecht.

FAQ zu Gassi gehen nach dem Fressen

Nachdem dein Hund gefüttert wurde, solltest du in den nächsten 2 bis 3 Stunden keine Aktivitäten mit ihm unternehmen. Das bedeutet, dein Vierbeiner sollte dösen oder schlafen, aber nicht Gassi gehen, toben oder ähnlich aktiv sein.

Nach dem Fressen sollte ein Hund mindestens 2 Stunden ruhen. Besser ist es, ihm 3 Stunden Ruhe zu gönnen.

Wenn dein Hund gegen 17 Uhr seine letzte Tagesmahlzeit bekommt, muss er noch einmal gegen 22 Uhr sein Geschäft erledigen. Danach hast du rund 10 Stunden Zeit, bis er das nächste Mal nach draußen muss. Fütterst du deinen Hund später, musst du dementsprechend später mit ihm noch einmal nach draußen gehen.

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