Demenz bei Hunden – was muss man bei der Fütterung nun beachten?

Demenz bei Hunden – was muss man bei der Fütterung nun beachten?

Demenz beim Hund ist immer häufiger ein Thema, das offen ausgesprochen wird. Früher wurde es als Krankheit des Vergessens bezeichnet, die Fachbezeichnung ist “Kognitives Dysfunktionssyndrom”. Nervenzellen sind geschädigt, das Gleichgewicht von Fetten und Proteinen ist im Körper durcheinandergeraten.

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Hund erkrankt an Demenz.

Statistisch gesehen erkrankt jeder vierte Hund im Alter an Demenz. Heilbar ist diese Krankheit leider nicht, aber man kann durch eine gesunde Fütterung den Beginn herauszögern und falls die Krankheit schon ausgebrochen ist, deren Verlauf verlangsamen.

Im besten Fall kannst du noch viele Jahre mit deinem Hund verbringen, pauschal kann man das aber nicht sagen, weil jeder Hund einen andern Krankheitsverlauf hat.

Woran merke ich, dass mein Hund dement ist?

Demente Tiere sind öfter desorientiert, starren vor sich hin. Es kommt vor, dass sie ihren Tag- und Nachtrhythmus verlieren, tagsüber viel schlafen und nachts die Nähe ihres Menschen suchen.

Oft ist ihr Interesse an einem vorher geliebten Spielzeug stark verringert, neues Spielzeug wird gar nicht beachtet. Das Bedürfnis nach Streicheleinheiten ist stark reduziert, oder es tritt sehr plötzlich und dann besonders intensiv auf.

Einige Tiere vergessen ihren Hunger, man muss sie dann daran erinnern, indem man sie vor den gefüllten Fressnapf setzt, damit sie noch ausreichend Nahrung zu sich nehmen.

23. Juli 2021

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Wie kann ich meinem Hund bei Demenz helfen?

Man kann versuchen, das Gehirn noch ein bisschen zu trainieren. Regelmäßige Ansprache, gründliches und ausgiebiges Kämmen (hierbei werden die Nervenzellen besonders angeregt), überhaupt tut solchen Hunden ein geregelter Tagesablauf gut.

Am aller wichtigsten ist aber ein sehr gutes Futter. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kann man der Demenz oft vorbeugen oder sie wenigstens in der Intensität deutlich verlangsamen.

Was ist das ideale Futter für meinen dementen Hund?

Bitte füttere nach Möglichkeit kein Trockenfutter. Auch nicht das überteuerte, welches von diversen Anbietern extra dafür angepriesen wird.

Trockenfutter enthält meist große Mengen an Industriezucker, es entzieht dem Körper ständig Flüssigkeit. Der komplette Verdauungsapparat des Hundes ist auf Frischfleisch ausgerichtet, von den Zähnen über den Verdauungstrakt und den Darm.

Wir haben einen sehr ausführlichen Artikel für dich, warum Trockenfutter nur eines für Hunde ist: schädlich! Du findest ihn hier.

Wusstest du, dass Zahnstein beim Hund von einem “falschen pH-Wert” im Maul stammt?

Dieser entsteht, wenn der Hund für ihn falsches Futter bekommt, sehr verstärkt bei der Gabe von Trockenfutter.

Was also dann? BARF? Selber kochen? Fertigfutter?

Die Möglichkeiten sind groß, aber was fehlt den dem dementen Hund am meisten? Hauptsächlich fehlt Vitamin B, das ist in Fleisch und besonders auch in frischen Innereien vorhanden. Eiweiß ist zwecks den benötigten Aminosäuren ein unverzichtbarer Baustein. Ein Hund ist kein reiner Fleischfresser, aber der im Nassfertigfutter oft vorhandene hohe Getreideanteil ist definitiv nicht gesund.

Oft sind auch die sogenannten tierischen Nebenerzeugnisse in dem Dosenfutter vorhanden, also beispielsweise Schnäbel, Krallen, Federn. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, aber für einen ohnehin schon durch diverse Altersgebrechen oder Demenz gezeichneten Hund keinesfalls eine geeignete Ernährung.

Zum Selberkochen fehlen oft die einzelnen Zutaten, die Zeit und der Arbeitsaufwand sind hierbei nicht zu unterschätzen. Gerade bei der Zubereitung von Innereien tun sich manche Leute sehr schwer oder empfinden sogar ekel.

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BARF lässt sich perfekt individualisieren

BARF ist eine gute Möglichkeit. Keine Angst, Barfen ist nicht teuer. Es gibt auf dem Markt komplette Barf Menüs für deinen Hund. Es ist die natürlichste Art der Hundefütterung, durch Monoproteine ist es hoch verträglich. Das Futter gibt es in der Tiefkühltruhe.

Nach dem Auftauen kannst du es mit kalt gepressten Ölen verfeinern. Hunde lieben diese Form der Ernährung und gerade dementen Hunden kann man durch die Zugabe hochwertiger Vitamine und das Anreichern mit guten Ölen sehr helfen und sie unterstützen. So kann viel für das Wohlbefinden des Tieres getan werden.

Lies dir hier durch, welche möglichen Gefahren es beim BARFen geben kann und wie du sie ganz einfach vermeidest.

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Monate

Belgische Forscher stellten fest, dass die Lebenserwartung von Hunden, die hochwertige Nahrung erhielten rund 32 Monate, also beinahe 3 Jahre höher ist als bei Hunden, die mit industriell hergestelltem Futter ernährt wurden.

Was musst du bei eintretender Demenz sonst noch wissen?

Ganz wichtig ist für deinen dementen Hund, dass du dich immer noch mit ihm beschäftigst. Bitte lasse ihn spüren, dass du ihn auch so tüdelig liebst, wie er jetzt in dieser Lebensphase ist. Manche Besitzer machen den Fehler und lassen das Tier dann vermeintlich mehr in Ruhe, es kommt ja dann auch meistens weniger von sich aus zu dir. Es ist verständlich, dass es dir schwerfällt, sich mit dem Alter auseinanderzusetzen, aber auch dieser letzte Lebensabschnitt gehört zum Leben dazu. Genieße die verbleibende Zeit mit deinem Hund.