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Epilepsie bei Hunden – was muss man bei der Fütterung nun beachten?

Bei einer Epilepsie handelt es sich um unkontrollierte neurologische Entladungen im Gehirn des Hundes, kurz gesagt eine Funktionsstörung des Gehirns.

Die Ursachen für eine Epilepsie bei Hunden kann unterschiedlicher Ursache sein. Epilepsie bei Hunden ist leider nicht heilbar. Es ist jedoch möglich, die Schwere und Häufigkeit der epileptischen Anfällen zu reduzieren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Hundefutter.

Zwar kann die Epilepsie bei Hunden verschiedene Ursachen haben, jedoch ist nicht auszuschließen, dass bei manchen Hunden eine Nahrungsmittelallergie auf bestimmte Stoffe im Futter vorliegt und dies wiederum Anteil an der Epilepsie aufweist.

Was ist beim Futter von Hunden mit Epilepsie zu beachten?

Ein hypoallergenes Hundefutter, also ein Hundefutter mit wenigen allergischen Stoffen ist hier optimal geeignet.

Die meisten Hunde reagieren allergisch auf Getreide, weswegen du darauf achten solltest, den Hund getreidefrei zu ernähren.

Am besten eignet sich Nassfutter oder Barf.

Unter Barf versteht man eine bestimmte Ernährungsmethode für den Hund, bei der er ausschließlich naturbelassenes Futter, wie zum Beispiel rohes Fleisch, Fisch oder frische Innereien erhält.

Wichtig ist aber zu beachten, dass der Hund trotzdem zu den wichtigen Nährstoffen wie Calcium, Magnesium, Kalium usw. kommt. Mehr über die wichtigsten Nährstoffe für deinen Vierbeiner erfährst du hier.

Was ist primäre und sekundäre Epilepsie?

Wird bei einem Hund Epilepsie diagnostiziert, solltest du wissen, ob es sich um eine primäre Epilepsie oder um eine sekundäre Epilepsie handelt.

Die primäre Epilepsie bei Hunden

Bei einer primären Epilepsie handelt es sich um eine angeborene Erkrankung, bei der die Ursachen noch unklar sind. Sie ist nicht heilbar.

Nährstoffreiche und abwechslungsreiche Ernährung ist in beiden Fällen oberste Priorität.

Auslöser im normalen Hundefutter sind zwar meistens allergene Stoffe wie das Getreide, aber auch die künstlichen Zusatzstoffe können bei einem epileptischen Hund Anfälle auslösen.

Die sekundäre Epilepsie bei Hunden

Bei der sekundären Epilepsie tritt meistens eine Begleiterscheinung wie Diabetes auf.

Hier solltest du dich daher nach der Grunderkrankung richten, welche die Epilepsie ausgelöst hat. Es schadet auch nicht, wenn du dich mit dem Tierarzt absprichst, da in einzelnen Fällen auch eine zusätzliche Medikamentengabe lebensnotwendig für das Tier ist.

Neben der passenden Ernährung für deinen Hund solltest du aber auch beachten, dass dein Liebling möglichst viel Ruhe bekommt.

Das gilt auch beim Füttern. Stress und häufige Veränderungen, zum Beispiel ein immer wieder wechselnder Futterplatz, können sich ebenfalls negativ auf deinen Hund auswirken.

Epileptischen-Anfällen-vorbeugen

Du kannst Stoffwechselstörungen gut vorbeugen

Um Stoffwechselstörungen abzufangen, solltest du deinen Hund mit möglichst wenigen tierischen Eiweißen versorgen. Wie das geht, erfährst du hier.

So kannst du dafür sorgen, den Leberstoffwechsel des Hundes zu entlasten und stoffwechselbedingte Anfälle verhindern.

Neu beschäftigt man sich in der Tiermedizin auch mit sogenannten ketogenen Diäten, allerdings nur bei der primären Epilepsie. Diese ist besonders effektiv, wenn dein Hund nicht entsprechend auf die vom Tierarzt verschriebenen Epilepsiemedikamente anspricht.

26. November 2021

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Was ist eine ketogene Diät?

Eine ketogene Hundeernährung besteht hauptsächlich aus Fett mit knapp bedarfsbedeckenden Anteilen von Protein.

Das Ziel einer solchen Diät ist also viel Fett und wenig Kohlenhydrate zu führen. Diese Diät soll dazu führen, dass eine Ketose herbeigeführt wird, wie sie in einem Hungerstoffwechsel vorkommt.

So spiegelt sich dies auch bei Menschen, besonders bei Kindern, die unter Epilepsie leiden. Die Häufigkeit und Schwere der Anfälle werden dadurch reduziert.

Eine effektive Methode zeigt sich auch in der ketogenen Diät mit mittelkettigen Triglyceriden. Solche Fette mit mittelkettigen Triglyceriden sind zum Beispiel das Kokosöl, das Palmfett aber auch in Butter sind die Stoffe enthalten.

So kann das Kokosöl dem Hund unter bestimmten Voraussetzungen die Anfallshäufigkeit reduzieren.

Es zeigt sich aber auch, dass ketogene Diäten mit mittelkettigen Triglyceriden durch die Epilepsie ausgelöste Verhaltensstörungen oder Angststörungen deutlich verbessern können.

Jedoch solltest du dir auch bewusst sein, dass Diäten bei Tieren auch negative Auswirkungen haben können. Achte also auf unerwünschte Nebenwirkungen wie zum Beispiel Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen.

Was ist wichtig bei einer solchen Diät?

Wichtig ist bei solchen Diäten, dass sie immer langsam und vorsichtig abgefüttert werden. Das heißt, der Anteil an mittelkettigen Fettsäuren, sowie das Protein-Kohlenhydrat-Verhältnis sollte genau berechnet werden.

Wenn du deinem Hund solche Art von Futter geben möchtest, achte immer darauf, die exakte angegebene Futtermenge zu geben. Das bedeutet auch, dass du dem Hund keine zusätzlichen Nahrungsmittel wie Leckerlies oder Kauknochen geben solltest.

Dein Hund muss rundum gut für seine Epilepsie versorgt sein, nicht nur durch sein Futter.

Natürlich solltest du nicht vergessen, dass die Nahrung allein die Epilepsie nicht behandelt. Genauso wichtig wie die richtige Auswahl des Futters ist auch der regelmäßige Besuch beim Tierarzt sowie die dazu verschriebenen Medikamente.

Solltest du dich dafür entscheiden, das Futter deines Hundes umzustellen, informiere immer den zuständigen Tierarzt. Oft muss dann nämlich auch die Medikamentengabe angepasst werden.

Eine Futterumstellung sollte immer langsam und sorgsam geschehen.