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So funktioniert der Geschmackssinn eines Hundes

Geschmackssinn Hund. Die Umwelt wird von Hunden vor allem über den Geruchsinn wahrgenommen. Der Geschmackssinn ist von untergeordneter Bedeutung. Er dient hauptsächlich dazu, verträgliche und unverträgliche, beziehungsweise giftige, Nahrungsbestandteile zu unterscheiden. Die Zunge ist vor allem für die Aufnahme von Wasser und die Abkühlung des Körpers durch Hecheln verantwortlich.

Im hinteren Bereich der Zunge befinden sich die meisten Geschmackspapillen. Ist in einem Nahrungsmittel eine Geschmacksempfindung besonders stark ausgeprägt, wird sie über alle auf der Zunge verteilten Papillen wahrgenommen. Sind nur Spuren des Geschmacks enthalten, sprechen vor allem die Papillen in den konzentrierten Arealen vor der Zungenwurzel an.

Schon gewusst?
Anders als Tiere, die auf das Fressen von Fleisch spezialisiert sind, können Hunde unter den Geschmacksrichtungen würzig (herzhaft, umami), bitter, sauer, süß und salzig unterscheiden.

Geschmackssinn Hund – Die Geschmackstypen in der Übersicht

Auf der Zunge des Hundes befinden sich ungefähr 1700 Geschmacksknospen. In bestimmten Bereichen der Zunge sind die Papillen besonders konzentriert angesiedelt. Unterschieden werden Geschmacksknospen vom Typ A, die vor allem auf Aminosäuren im Futter reagieren und eine süßliche Empfindung erzeugen.

  • Die Typ A Papillen werden auch durch Kohlenhydrate und Zucker angeregt.
  • Die Typ B Geschmacksknospen reagieren vor allem auf saure und bittere Stoffe. Der bittere Geschmack wird von dem Hund mit unverträglichen Futtermitteln verknüpft, das Futter wird wieder ausgespuckt.
  • Die Typ C Papillen sprechen auf herzhaften, würzigen Geschmack an. Dieser „Umami“ Geschmack ist bei allen Tieren vorhanden, bei reinen Fleischfressern gehört er zu der einzig möglichen Geschmacksempfindung.
  • Die Typ D Knospen nehmen süß- fruchtige Geschmacksrichtungen wahr.

Was ist mit dem salzigen Geschmack?

Die Geschmacksrichtung salzig wird von Hunden schwächer wahrgenommen. Der Hauptbestandteil des Futters besteht aus salzhaltigem Fleisch. Mangel an Salz muss daher nicht ausgeglichen werden. Zusätzlich verfügen Hunde über einen GPRT 120 Rezeptor, der auf langkettige Fettsäuren in der Nahrung anspricht und eine fettige Geschmacksempfindung auslöst.

Wird Futter über den Geruchssinn wahrgenommen, werden die vier Speicheldrüsen angeregt, Speichel zu produzieren. Abhängig von der Art des Futters wird dickflüssiger oder dünnflüssiger Speichel erzeugt. Die in dem Futter enthaltenen Aromastoffe werden gelöst und an das Jacobsonsche Organ im hinteren Rachenraum weitergeleitet, welches die Empfindung über eigene Nervenbahnen direkt an das Gehirn weiterleitet.

An der Zungenaußenseite der Hunde befinden sich feine Härchen, Mikrovilli, mit Geschmacksrezeptorproteinen, die gemeinsam mit den in die Geschmacksknospen eingebetteten Sinneszellen die Reize über Nervenbahnen an den Hirnstamm weiterleiten. Im Hirnstamm erfolgt die erste Reaktion auf die Geschmacksreize. Lebensnotwendige Handlungen, wie Ausspucken bei Unverträglichkeit oder Anregung des Speichelflusses werden dort in Gang gesetzt. Der Großteil der Reize wird an die Geschmacksrinde in der Großhirnrinde weitergeleitet, entsprechende Reaktionen werden veranlasst.

Geschmackssinn Hund – Mit dem Alter schwindet er

Mit zunehmendem Alter lässt der Geschmacksinn des Hundes immer mehr nach.

Um Nahrungsmittel zu finden und auf ihre Verträglichkeit zu untersuchen, nutzt der Hund vor allem seinen Geruchssinn. Der Geschmackssinn wird als Unterstützung eingesetzt. Riecht das Futter nicht gut, muss der Geschmackssinn gar nicht erst aktiviert werden.

Um einem Hund sein Futter schmackhaft zu machen, muss es in erster Linie gut riechen. Deshalb bevorzugen die meisten Hunde Nassfutter. Feuchtfutter weist einen höheren Wassergehalt als Trockenfutter auf. Die Aromastoffe liegen in gelöster Form vor und können von dem Hund besser wahrgenommen werden. Das Futter erscheint schon durch den Geruch attraktiver. Im Mund löst hochwertiges Nassfutter sofort eine Geschmackexplosion aus. Die Reize werden schneller an das Gehirn weitergeleitet.

Nahrungsergänzungsmittel zum besseren Futtererlebnis

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Der Geschmack des Futters kann durch Futterergänzungsmittel noch attraktiver gestaltet werden. Zusätze von verschiedenen kaltgepressten Pflanzenölen oder Fischölen führt zu einer stärkeren Geschmacksempfindung, da die Fettsäuren würzigen und süßen Geschmack durch zusätzliche Lösung von Aromastoffen verstärken.

Hunde lieben hochwertiges Futter mit abwechslungsreichen Zutaten. Neben herzhaftem Geschmack werden vor allem die süßen Empfindungen bevorzugt.

Um diese Bedürfnisse zu befriedigen, kann unter das Futter Gemüse und Obst gemischt werden. Und auch ein Apfel oder einige Beeren zwischendurch werden sicher nicht verachtet werden.


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